Zeit entdeckt (s. d. Art.). — Die Regierung ließ in Meilen eine Fischzucht anlegen (s. d. Art.), diegut zu gedeihen schien, als im Dezember em unbekannter Bösewicht die ganze Brüt durch unge-löschten Kalk tödtete. — Am 25. Juni sand auf dem Pfannenstiel bei Meilen die feierliche Ein-weihung von Oken's Denkmal statt. In einem auf der Höhe des Berges befindlichen großen Fünd-ling ist eine eherne Platte eingelassen mit folgender Inschrift:
Dem großen NaturforscherDem freien deutschen ManneLorenz Oken
geb. 1. August 1779, gest. 11. August 1851setzten an seinem LieblingsplatzeEinwohner von Meilen dieses Denkmal25. VI. 54.
Die Feier war einfach und würdig. Außer der Gesellschaft von Meilen, welcher das Denkmalzu verdanken ist, und einem kleinen Kreise von Freunden und Verehrern Okens fand sich fast dieganze Bevölkerung der Umgegend ein. Der Eröffnung durch kräftigen Männergesang folgte die ge-haltvolle Rede des Hrn. Dr. Wille, der in kurzem Lebensabriß des Verewigten die Verdienste des-selben hervorhob. Die Feier schloß mit Gesang. — Am 30. November starb Herr Pfarrer Gut-mann in Meilen 78 Jahre alt, ein gelehrter und geistreicher Mann, bekannt durch seine vorzüg-liche Uebersetzung des Tacitus . — 1856. In der Fischzuchtanstalt sind viele Fische mit zwei Köpfenausgebrütet worden, was übrigens auch anderwärts häufig beobachtet wurde. — 1857, Januar.In der Gemeinde Meilen wurden für Unterstützung bedürftiger Militärs und deren Familien über2000 Fr. zusammengelegt. — 1858, März. Ein Bürger von Meilen hat mit Verheißung einesjährlichen Beitrages von 200 Fr. den Grund zu einem Stipendienfonde für junge Kaufleute ge-legt. — In Meilen wird ein Kadettenkorps gebildet, für dessen Zustandekommen Jugendfreundebereits 1700 Fr. zusammengelegt haben. — 1859. Der lange Jahre als Dienstknecht in Meilensich aufhaltende, nunmehr verstorbene Heinrich Brunner von Mönchaltorf hat nebst andern Ver-mächtnissen dem Schulgutc Meilen 400 Fr., dem Armcngute 400 Fr. und dem ArmenguteMönchaltorf 1000 Fr. legirt. — Am 17. Oktober fand in Meilen ein Zusammenzug der Kadetten-korps von Uster, Wald, Männedorf, Stäfa und Meilen statt, wobei ein hübsches und sehr gelungenesManöver ausgeführt wurde. -- Wegen Unterschlagung von mehr als 100,000 Fr. hat sich der
alt Gemeindschreiber W.flüchtig gemacht. — Von der am 13. November im Kanton
Zürich erhobenen Liebessteuer zu Gunsten der im Sommer durch Hochgewittcr geschädigten Gemeindenerhielt Meilen 2990 Fr. — Der Frauenkrankenverein in Meilen hat im Jahr 1859 20 Krankemit 217 Fr. 34 Rp. und mit Bettzeug und Kleidung unterstützt. Dieser wohlthätige Verein, dergegenwärtig (1859) 71 Mitglieder zählt, hat sich selbst mit 228 Fr. besteuert und von Menschen-freunden 2t4 Fr. für seine Zwecke geschenkt erhalten. — 1860, Februar. Herr Kantonsrath Wunderst(einer der Kunzischen Erben) schenkte seiner Heimatgemeinde eine Orgel und die Fonds für Be-soldung eines Organisten. — Die Gemeinde schaffte eine zweite große Saugspritze an.
Mettmenstetten
«Urkundlich Mettmostetten 1173, Metmonstelten 1306, Meltmenstetten 1300. Die alte Form soll Metamonstetten seinund einen „in der Mitte zwischen zwei andern" gelegenen Hof bezeichnen.)