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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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646
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1850, August. In der Nacht vom 21. aus den 22. brannte in Neerach ein von 2 Haushal-tungen bewohntes Haus ab. — 1852, 17. April verbrannten im Oberholz zirka >/z Juchart jungerAufwuchs wahrscheinlich durch Unachtsamkeit minderjähriger Knaben.

Neftenbach .

(Ein W. de Nestinbach kommt 1276 vor.»

Bezirk Winterthur. Kirch- und politische Gemeinde. VII. Militärbezirk. 31. Notariatskreis Wüstlingen »in Winterthur »,bestellt aus den 4 Civilgemeinden Neftenbach (und Hubböfe), Hünikon, Aesch und Niedt und aus den 3 Schulgemeinden:Neftenbach, Hünikon und Aesch-Riedt. — Die Civilgemeinde Neftenbach umkaßt die Ortsnamen: Neftenbach , Auenthal,ClaiSberg, Käblhof. Kratzen, Näfbleiche, Oedenhof, Thalgut, Schloß Wart, Warlbad, Weiden, Wolfzangen und die Höfe;Hinter-, Mittler- und Unterbub; zur Schulgemeinde zählen »mit Ausnahme der letzter» drei Hubhöfe» alle obigen Orts-namen und auch noch die zur politischen Gemeinde Buch gehörende Oberbub.

1850. An die bedeutenden Kosten, welche die Eindämmung der Töß bei Neftenbach der Ge-meinde verursachten, erhielt dieselbe einen Staatsbeitrag und auch 1851 mußten kostbare Wuhr-bauten an der Töß ausgeführt werden, wobei die Gemeinde vom Staate unterstützt wurde. —>Die Kirchgemeinde Neftenbach wählte ihren bisherigen Pfarrverweser, Hrn. Dr. I. Kübler vonWinterthur , mit einer an Einmuth gränzenden Stimmenmehrheit zu ihrem Seelsorger. — 22. Junibrannten Scheune, Stall und Wagenschopf der Rothfärberei in Neftenbach ab (Affekuranzwerth6500 Fr.). Der Brand entstand wahrscheinlich durch eine weggeworfene Zigarre. — 1853, Februar.Im Neftenbacher Walde wurde ein Metzger von Zürich räuberisch angefallen und durch einen Dolch-stich in die Brust verwundet; allein der Hund des Metzgers packte den Räuber an und riß ihmStücke Fleisch aus dem Gesicht und vom Leibe, so daß an seinem Auskommen gezweifelt wird. —An den im September 1852 erlittenen Wasserschaden erhielt Neftenbach einen Staatsbeitrag von1735 Fr. — 1854. An die Kosten der Straße gegen Dättlikon erhielt Neftenbach einen Staats-beitrag. — 1857. Die Gemeinde beschloß, das Jnsanterieschützengut unter die Schulgüter des dor-rigen Schulkreises zu vertheilen. — 1858. Das Gemeindegut Neftenbach erhielt von Hrn. Weiß inWinterthur ein Geschenk von 300 Fr. zum Andenken an seine verstorbenen Eltern. — 1860. DieCivilgemeinde Hünikon, Gemeinde Neftenbach , erhielt die Bewilligung eines außerordentlichen Holz-schlages im Betrag von zirka 120 Klafter, theils zu Deckung ihrer bedeutenden Ausgaben für neueStraßenanlagen und Brunnenleitungen, theils aus wirthschaftlichen Gründen.

Neumünster .

(Der Name ist ganz neuen Ursprungs; früher Kreuzzemeinde. Seit Erbauung der neuen Kirche am 11. April 1834zur Kirchgemeinde erhoben.»

Bezirk Zürich. Die Kirchgemeinde besteh! aus den 3 politischen. Civil- und Schulgemeinden: Hirslanden , Hotlingenund Riesbach »siehe diese Artikel».

Im Januar 1851 ließ die Straßenkommisfion Neumünster die projektirte 14421' lange Straßevom Zeltweg durch die Klus über den Kaps und durch das Stöckentobel bis Wytikon ausmarchenund die Ausführung derselben sofort in Angriff nehmen. — Im August 1851 schlug der Blitz inein Haus an der Seefeldstraße. — 1852 erhielt die Gemeinde an die Kosten des Baues derStöckentobelstraße 30000 Fr. Staatsbeitrag. — Am 19. August beschloß eine Versammlung imSchwanen am Mühlebach, den Sitz des Hauptortes des Bezirks Zürich für Neumünster zu ver-