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Die ersten Werkzeuge aus Stein. Die Erfindung der Töpferei.
vorrückten und am Südrande des Eises unstäte Jägervölker den polaren Tieren nach-stellten. Noch beweisen dies vielfache Reste, ja ein seltsames Gerät der europäischenUrzeit wurde erst verständlich, als man in dem Pfeilstrecker der Eskimos sein Seiteu-stück fand.
Nicht nur natürliche Steine hat der Mensch benutzt, sondern er hat es früh gelernt,
weichere mineralische Stoffe durch die Hitze des Feuers in künstliche Steine zu verwandeln,
die er auf diese Weise in den willkürlichsten Formen herstellen konnte. Dies führt unszur Erfindung der Töpferei, über die an dieser Stelle wenige Worte genügen mögen.Ehe man daran dachte, Gefäße aus Thon herzustellen, hat man längst andre gekannt
und benutzt. Die Natur bietet ja eine große Anzahl brauchbarer Dinge: Muscheln,
Schalen verschiedener Früchte, hohle Bambusstengel, die Hörner mancher Wiederkäuer er-weisen sich mehr oder weniger geeignet, ja selbst natürliche Aushöhlungen im Gesteinbenutzt der Australier, um in ihnen aus Wasser und Honig eine einfache Bowle zu be-reiten. Die Flechtkunst liefert Körbe, die man hier und da so dicht zu flechten versteht,daß sie Wasser halten: auch aus Baumrinde lassen sich einfache Gefäße formen, kunstvolleSchüsseln und Becher werden aus Holz gefertigt. Darüber hinaus ist man vielfach nicht
gekommen, hat es aber, wie schon erwähnt, verstanden, selbst in ungeeigneten GefäßenWasser zum Kochen zu bringen. Die Töpferei nun entstand, als man den Versuchmachte, die durchlässigen oder nicht feuerfesten Gefäße durch eine Lehmhülle widerstands-fähiger zu machen. Man erkannte bald, daß diese Lehmschicht beim Erhitzen des Gefäßessich verfestigte, ja nach dessen Verkohlnng als brauchbares Gerät übrig blieb, und vondieser Grundlage der Erkenntnis aus gelangte man Schritt für Schritt weiter bis zur ent-wickelten Keramik.
Die Töpferei ist noch heute kein Allgemeingut der Menschheit, aber gerade sie legtdie Frage nahe, ob manchen Völkern nicht Erfindungen, die sie längst gekannt haben,einfach deshalb wieder verloren gegangen sind, weil nach einer Wanderung die Naturihrer neuen Wohnsitze ihnen die Fortübung einer oder der andern Kunst nicht mehr ge-stattete. Daß man z. B. nicht mehr Eisen aus seinen Erzen schmelzen und zu Waffenoder Geräten formen konnte, wo entweder kein Eisenerz zu finden war oder, wie in derSteppe, der nötige Brennstoff fehlte, ist selbstverständlich. So mögen auch die Polynesierbei ihrer Ausbreitung über die Koralleninseln des Stillen Ozeans aus Mangel an ge-eignetem Material die Kunst der Töpferei verlernt haben. Finden wir sie doch einerseitsnoch auf Fidschi, anderseits auf dem entlegensten Eiland Polynesiens, der Osterinsel ,während man sie auf den dazwischen liegenden Inselgruppen nicht kennt. Auch die Ainoaus 5<esio und Sachalin haben sich anscheinend früher auf die Töpferei verstanden, üben
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