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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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F-rühgotische Bauwerke in Frankreich .

Schulen uns, doch nur nördlich der Loire, in der Jsle de France, der Champagne ,Picardic, Normandie und in Burgund . Im Verlaufe von etwa 70 Jahren wird diebnrgnndische Schule von der nordischen absorbiert, und erst bei weitem später erfolgt dieAusdehnung des Stiles auf die übrigen Provinzen. Die Entwickelung der Frühgotik voll-zieht sich namentlich an den großen Kathedralen von Paris, Laon, Sens und Senlis ,welche sämtlich ohne Krenzschiff geplant, mit Galerien über den Seitenschiffen versehenund mit quadratischen sechsseitigen Gewölben des Mittelschiffes aus Rundsäulen überdecktsind. Die Galerieanlage fehlt nur in Sens, die Fassaden sind überall später. Der Chorvon St. Denis mit Umgang und anschließenden radianten Kapellen ist durch spitzbogigeKreuzgewölbe zwischen Rippen überdeckt; Strebepfeiler legen sich in die Winkel zwischenden Kapellen, und endlich stützen Strebebogen, welche auf diesen Pfeilern ruhen, dasHochgewölbe des Chors. Auch die Fenster sind kvnseqnenterweise im Spitzbogen ge-schlossen. Notre-Dame zu Paris ist fünfschiffig und setzt beide Seitenschiffe als Um-gänge um den Chor fort. Das Strebesystem ist hier über beide Seitenschiffe fortgeführt,

Maßstab: i: 1000.

isi. Grundriß der Knthrdralr zu Chartres (N. Jahrh.).

indem in der Obermauer zwischen den Seitenschiffen Fenster angebracht sind, welche unteraufsteigenden Kappen die Galerie beleuchten. Die Mittelschiffmauern haben, der Höhedes Dachranmes über den inneren Seitenschiffen entsprechend, Rundfenster erhalten. DieStrebebogen sind in zwei Rängen angewendet und werden durch die Pfeiler zwischen denbeiden Seitenschiffen in zwei Bogen zerlegt. In der Kathedrale zu Laon zeigt sich dassechstcilige Gewölbe, und über den Seitenschiffen sind Emporen angeordnet. Über denDoppelarkaden der Emporen erscheint hier das Triforium in der Dachhöhe der Seiten-schiffe, und die Oberfenster des Mittelschiffes haben bereits eine schlanke Gestalt erhalten.Die Kathedrale von Sens ist dreischiffig und besitzt einen Umgang um den Chor, sowieeine Kapelle in der Hauptachse desselben. Das Langschiff zeigt einen Wechsel von Pfeilernund zu zweien gekuppelter Säulen. Die Galerie fehlt; an ihre Stelle tritt zum erstenmal,unmittelbar über den Scheidebogen des Mittelschiffes, ein entwickeltes Triforium. DieKathedrale von Senlis schließt sich in der Hauptanlage näher an Notre-Dame zu Paris und die Kirche zu Laon an. An der Kathedrale von Chartres zeigt sich eine reiche^horentwickelnng mittels dreier großer Kapellen, welche durch kleinere, nischenartigeKapellen verbunden sind; die Seitenschiffe sind verdoppelt und bilden Umgänge; dasQuerhaus ist dreischiffig, ebenso wie das kurze, sechswöchige Langhaus. Die Galerie fehlt,

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