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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Baukunst: Gotische Epoche.

Apsiden versehen; alsdann wurde das Langhaus, das sich wegen der beibehaltenen älterenTürme verengt, über das Querhaus mit zwei Mittelschiffsjochen fortgesetzt und der halbkreis-förmige Chor mit einer in der Achse gelegenen Kapelle, „Beckets-Krone" genannt, an-gefügt. Die älteren Teile der Templerkirche in London sind ebenfalls unter französischemEinflüsse entstanden. Um dieselbe Zeit beginnen die ernstlichen Versuche, eine echt englischeFrühgotik zu schaffen, wie solche am unteren Teile der Vorhalle des Domes zu Durham auftritt, welche Zickzacks an den Rundbogen und Kapitelle in spätromanischer Kelch-form zeigt. Etwa gleichzeitig sind die unteren Teile des Langhauses der Kathedrale vonChichester entstanden, welche noch mit Würfelkapitellen versehen sind. Die englische Früh-gotik, die überhaupt ohne bestimmteGrenze in die Hochgotik übergeht, wirdam Ende des 13. Jahrhunderts vondem sogenannten „äaooratsä stzlla" er-setzt; für diesen charakteristisch sind dieschlanken, oft zu Bündeln vereinigtenSäulen des Innern mit den kelchförmigenKapitellen, zugleich die durchgängigeAnwendung des Spitzbogens oder desKleeblattbogens. Am Chorbau der Ka-thedrale von Worcester zeigen sich vonmonolithen Säulen umstellte Pfeiler,deren Kapitelle mit eigentümlich englisch -stilisiertem Blattwerk versehen sind. DieKathedrale von Salisbury ist das wich-tigste Denkmal dieses Stiles; sie istdreischiffig, mit zwei zweischiffigen Quer-häusern und einem geradlinig geschlosse-nen Chor, welcher in der Hauptachse derKirche mit der Lady-Chapel (Marien-kapelle) endigt. Das westliche Querschiffträgt über der Vierung einen schlankenTurm. Das Äußere macht, des geradenChorschlusses wegen, einen etwas nüch-ternen Eindruck, dagegen wirkt dasInnere hoch und luftig; auch hier tretendie um einen Pfeilerkern freigestelltenschlanken Säulen auf, welche am Kapitelldurch Ringe mit demselben verbundensind. Die kirchlichen Bauten der nächstenfünf Jahrzehnte schließen sich im allge-meinen dem Typus von Salisbury an.Für den fortdauernden französischen Ein-fluß spricht der Bau der Westminster-abtei in London in seiner Hauptanlage, während die Einzelheiten englisch stilisiert sind.Hieran schließen sich die Kirchen Schottlands , der südliche Kreuzarm der Kathedrale vonElgin und die Kathedrale von Glasgow .

Eine Eigentümlichkeit der englischen Gotik zeigt sich in der einfachen Bildung derPortale und den fast regelmäßig fehlenden Fassadentürmen, für welche dann ein mäch-tiger Vierungsturm eintritt. Der frühenglische Stil hat eine Vorliebe für Anwendungdekorativer Motive; so kommt der äoA-tootll, eigentlich eine vierblätterige Blume, fastimmer in den Kehlen der Bogengliederungen vor, und Abbildungen menschlicher Köpfewerden häufig zu Tragsteinen verwendet. Derselben Absicht dienen die abgelösten schlankenSäulen der Pfeiler und die Gliederung der Archivolten durch feine Rundstäbe. Ein erstesBeispiel von Fenstermaßwerk findet sich in der Westminsterkirche zu London , sonst wird

Großer Kaai im Kpitai zu Toniierre.Nach Viollet le Duc .