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Gotische Bauwerke in Deutschland .
Verschiedenen ün Innern Deutschlands gelegenen Orten auf; so am Chor des Domes zuMagdeburg, am Chor der Stiftskirche St. Georg zu Limburg, am Dom zu Güstrow , ander St. Ansgariuskirche zu Bremen n. a. O.
Die Liebfrauenkirche zu Trier entsteht bereits unter dem Einflüsse der gleichzeitigenfranzösischen Hochgotik, möglicherweise speziell in Anlehnung an die Abteikirche St. Ivedin Braisnes. Dieselbe in Trier ist eine einschiffige Kirche mit Querbau, deren Jnnen-raum an den Winkeln der Vierung durch Kapellenanlagen erweitert wird und somiteine Vereinigung des Zentralbaues mit dem Langban darstellt. An den im zweiten unddritten Viertel des 13. Jahrhunderts entstehenden gotischen Domen macht sich stets ein mehroder weniger stark hervortretender französischer Einfluß bemerkbar. Der großartige Domzu Köln , dessen endliche Vollendung zum Symbol deutscher Einheit geworden ist, wurde1248 nach dem Plane des Meisters Gerhard begonnen, und zwar am Chorbau mit einemsicheren Bezug auf die damals im Bau begriffene Kathedrale von Amiens , obgleich derKölner Bau keine Kopie ist, sondern gewisse Fortschritte bemerken läßt. Der zunächst
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145. Grundriß des Kölner Domes (1248 begonnen).
Vollendete Chor ist fünfschiffig, die inneren Seitenschiffe setzen sich als Umgang um dieChorrnndung fort, während die äußeren Schiffe als Kapellen ausgebildet sind. Der ge-samte Grundriß des Kölner Domes macht einen streng einheitlichen Eindruck; dennochmag der westliche Teil mit dem Querhause von einem späteren Meister herrühren, denndie fünfschiffige Anlage des Langhauses muß als ein Originalwerk gelten, ebenso neu istder starke Vorsprung des Querhauses über die Schiffe, welcher eine entschiedene Kreuz-form der Gesamtanlage zur Folge hatte. Die Westfassäde des Domes wird durch zweimächtige Türme gebildet. Der Aufbau des Domes zeigt große Klarheit der schlanken Ver-hältnisse, während derselbe mit den reichen Mitteln der Hochgotik gegliedert ist. DerselbenZeit wie der Chor in Köln gehören die drei westlichen Joche der Rvrdseite des Domeszu Halberstadt an, dann das westliche Schiff des Münsters zu Frcibnrg im Breisgau unddas Querschiff des Straßburgcr Münsters nebst den zwei ersten daranstoßenden Jochendes Langhauses n. a.
Die selbständige Gestaltungskraft der deutschen Gotik zeigt sich mächtig an derElisabcthkirche zu Marburg in Hessen . Der Grundriß bildet eine dreischiffige Anlage mitzwei Wcsttürmen, einem Querschiff, dessen Arme im Polygon endigen und einem ver-längerten, ebenfalls im Polygon geschlossenen Chor. Der Aufbau zeigt die klare einfacheForm der in Westfalen ausgebildeten Hallenkirche mit gleich hohen Schiffen. Es fehlt