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Fassade nicht unwesentlich abweicht, zeigen den Domeinmal eintürmig, das andre Mal zweitürmig. Diezweitürmige Fassade zeigt eine Verwandtschaft mit demMünster zu Straßburg , sowohl in der großen Fenster-rose, wie in dem reichen Stabwerk. In der Ausführunghat man auch dem eintürmigen Entwürfe in manchenStücken Rechnung getragen; so in der Anlage dereigentümlichen dreiseitigen Vorhalle. Ein bedeutendesWerk ist die Frauenkirche zu Eßlingen in Schwaben .Die Kirche zu Ettal in Bayern erscheint in der seltenenForm eines zwölfseitigen Zentralbaues mit einer Mittel-säule, vermutlich in der Anlehnung an die Idee desGraltempels. Das Münster in Ulm bildet eines derglänzendsten Beispiele des spätgotischen Kirchenbaues.Das Langhaus desselben besteht aus drei gleichbreitenSchiffen, ohne Querban, und diesen schließt sich derLangchor in der Breite des Mittelschiffes an. ZweiTürme fassen links und rechts den Chor ein. DasHauptmaterial des von mehreren Meistern aus derFamilie der Ensinger errichteten Baues sind Ziegel.Den mächtigen Westturm, den künstlerisch bedeutendstenTeil des Münsters, hat Matthäus Böblinger geschaffen.Die Mauern des Turmes zeigen schlanke Durch-brechungen mit Doppelfenstern und davor aufsteigen-dem Stabwerk, das in der Mitte und oben durchMaßwerk verflochten ist, es entstanden aber Riffe imMauerwerk, und der Bau wurde noch vor Vollendungdes oberen Achtecks unterbrochen. In der Folge er-hielten die sehr breiten Seitenschiffe eine Teilung durchRundsäulen, welche Netzgewölbe tragen. Im IS.Jahr-hundert entstand der Turmhelm des StraßbnrgerMünsters durch Johann Hültz von Köln . Derselbebenutzte die acht Eckstreben zu Treppen, welche in einerReihe von ineinandergreifenden, sechsseitigen Türmchenbis zur Laterne hinaufführen. Die Treppentürmchensollten noch jedesmal mit einer Pyramide abschließen,die jedoch nicht zur Ausführung gekommen ist. AmStephansdom in Wien wurde der Helm des südlichenTurmes aufgesetzt und der nördliche Turm in Angriffgenommen. Der übrige Ban des Domes gehört dem14. Jahrhundert an. Der Chor bildet einen Hallen-bau, dessen drei Schiffe mit den drei Seiten des Acht-ecks endigen, und ist mit Kreuzgewölben auf schlankenPfeilern überdeckt. Im Langhause ist das Mittelschiffhöher als die Seitenschiffe, aber nicht so hoch, umOberfenster anlegen zu können. Die Pfeiler sind reichgegliedert, und die Decke ist als Holzgewölbe kon-struiert und mit starken Rippen versehen. An derNord- und Südseite des Langschiffes sind Türme an-gelegt, so daß im ganzen eine Krenzform entstanden ist.Der Turm an der Südseite wurde vollendet und miteinem mächtigen durchbrochenen Steinhelm abgeschlossen.
Zu den bemerkenswerten Eigenheiten der Spät-gotik gehört die dekorative Ausbildung der Gewölbe-
Das Buch der Erfind. I.
148. Turm des Münsters ;n Mm<1377 begonnen!.
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