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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Baukunst: Gotische Epoche.

Architektur auf den Bildern der Eycks ist noch gotisch, aber die Lebensfülle der Gestalten,die ausführliche Wiedergabe der Landschaft, die Beleuchtung, die Spiegelungen gehörendem Geiste nach der Renaissance an. Von der van Eyckschen Malerei geht eine ganzbedeutende Fernwirkung aus.

Die nordischen Länder, Schweden, Norwegen und Dänemark , besitzen keine eignegotische Stilentwickelung; sie sind von Frankreich, England und Deutschland abhängig.Die Kathedrale von Upsala in Schweden ist französisch, die Franziskanerkirche in Stock-holm steht unter deutschem Einflüsse, und der Chor des Domes zu Drontheim in Nor-wegen beruht auf englischen Vorbildern.

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Spanien folgt in der ersten Periode seiner Gotik ganz dem französischen System,obgleich im einzelnen ein maurischer Einfluß hervortritt. Erst in der reichen spätgotischenPeriode verrät die spanische Kunst eine selbständigere Bildung. Die Kathedralen zeigenim allgemeinen einen einfachen Grundplan; sie sind dreischisfig mit Querhaus und schließenmeist mit einem Kapellenkranz um den Chor. Ähnlich, wie in den italienischen Kirchen, machtsich die Vorliebe für weite Räume und eine Beschränkung der Höhenverhältnisse geltend.Auf der Vierung erscheint meist eine Kuppel oder ein kuppelartiger Turm. Das groß-artigste Werk spanischer Gotik ist die fünfschiffige Kathedrale von Toledo , welche im Choreinen doppelten Umgang von kleinen rechteckigen und halbkreisförmigen Kapellen zeigt,ersichtlich nach dem Vorbilde von Notre-Dame zu Paris . Die Kathedrale von Leonzeichnet sich durch Feinheit und Schönheit der Bauglieder aus. Die Kathedrale vonBurgos , dreischisfig mit Querhaus und Polygonen: Chor mit Umgang und Kapellen, stehtwieder unter französischer Einwirkung. Am Bau der Kathedrale von Barcelona macht sichendlich eine größere Selbständigkeit der spanischen Auffassung bemerkbar. Es ist ein drei-