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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Bauwerke der Renaissance in Frankreich .

Porte dorre und die obere Kapelle St. Saturnin sind stark italienisch beeinflußt. DiePorte doree zeigt in beiden Obergeschossen Arkaden auf Säulen, welche in eine Pilaster-stellung eingeschlossen sind; das französische Element kommt nur durch die steilen Pavillon-dächer, welche mit Dachfenstern und hohen verzierten Schornsteinen versehen sind, zumVorschein. Das Schloß Chambord, ebenfalls unter Franz I. durch Nepveu begonnen,

zeigt noch die alten Burgformenund ist an den Fassaden nur miteinem Pilastersystem bekleidet.Das Glänzendste an Chambord sind die malerischen Dachauf-banten.— Auf die Kirchenbautenübt die Renaissance vorläufignur einen mäßigen Einfluß aus,welcher sich in der Dekorationder Gewölbe und in der Bil-dung der Pfeiler, allenfallsauch der Fenster äußert, obgleichdas Maßwerk bei den letzterenimmer nochinAnwendung bleibt.Die starke Nachwirkung derGotikgibt sich auch in der Anlage dergroßen Schloßtreppen zu er-kennen; es wird immer nochan der mittelalterlichen Wendel-treppe festgehalten, welche ineinem besonderen Banteile,außerhalb des eigentlichen Corpsde Logis, untergebracht ist. Bei-spiele geben Schloß Gaillon,Schloß Blois und endlich SchloßChambord , dessen mächtige Wen-deltreppe um einen hohlen Kerngeführt ist, in dem eine zweiteWendeltreppe für sich aufsteigt.In den Anßenformen derSchlösser macht sich das eigen-tümlich französische Elementdurch die Auflösung der Ge-bäudemasse in Pavillons mitverbindenden Flügeln, durch dieVerwendung des steilen Giebels,dann durch die dem Pavillon-Wem folgende gruppenweiseAuflösung der steilen Dächer,endlich durch die Belebung der-selben durch Dachfenster und ab-sichtlich hervorgehobene Schorn-steine bemerkbar.

Die Malerei dieser Periode in Frankreich kann sich nicht entfernt mit der gleichzeitigenitalienischen und auch nicht mit der gleichzeitigen deutschen vergleichen. Frantzvis Clouet erinnertallerdings in seinen Porträts an die Weise Hvlbeins d. I., ohne diesen zu erreichen. DieSkulptur tritt fast ausschließlich an selbständigen Grabmälern auf, wie am Grabmale derKardinale d'Amboise in der Kathedrale von Rouen , an dem die Form des mittelalterlichenWandgrabes beibehalten ist. Dasselbe ist an dem Freigrabe Louis' XII. in St. Denis zubemerken, indem der Sarkophag mit den liegenden Statuen der Verstorbenen unter einem

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16 S. Air Porte dorre des Kchlostcs von Fontoinrdlron,erbaut von Serlio aus Bologna (erste Hälfte des 16. Jahrh.).Nach Sauvageot.