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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Bauwerke der zweiten Barockperiode in Frankreich .

imposante Ruhmeshalle, dagegen erscheint wieder die zweistöckige Fassade wenig monumentalund zu leicht gegen die turmartig entwickelte Kuppel. Die Kuppel zeigt zwei Wölbungen,die untere mit einer Mittelöffnung, durch welche man die bemalte, von Seitenlicht erhelltezweite Wölbung erblickt. Das Schloß Grand Trianon, im Parke von Versailles gelegen,ist ein einstöckiger mit einem Terrassendach abgeschlossener Bau; das Äußere zeigt einePilasterordnung und bis zum Boden gehende Rundbogenfenster. In der Bebauung derPlace des Victoires und der Place Vendöme zu Paris gab Mansart das erste Beispieldes Zusammenfassens ganzer Straßenfronten zu einer Palastfassade. Francois Bloudelerrichtet die Porte St. Denis mit einer großen Arkade, welche in eine mächtige viereckigeMasse eingeschlossen ist und seitlich von zwei angelehnten Obelisken eingefaßt wird.

Die in dieser Periode geschaffenen Jnnenräume bilden die Muster für das ganzeübrige Europa. Die Zimmer der Anne d'Autriche in Fontainebleau sind am strengstenklassisch gehalten und dabei von vollendetster Pracht und Schönheit. Die Innendekorationen

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I8S. Fassade des Schlosses Waisim-sur-Srinr bei Kt. Errmain r» Laye, iss? erbaut von Mansart .

Nach Sauvageot.

des Schlosses Maison-sur-Seine sind ebenfalls streng gehalten, jedoch etwas unbehilflicher.Dem fortgeschrittenen italienischen Barock entsprechen die Räume im Palais Mazarin undnoch mehr die des Schlosses von Versailles , dem Hauptwerke Lebruns. Der Salon derVenus, der der Diana, der des Apollo u. s. w. sind überreich mit Marmor, Bronze, Stuck,geschnitztem Holz und Bildern geschmückt. Die Wände sind meist mit Seide oder Sammetbespannt, dem Mobiliar entsprechend. Es ist nicht angängig an dieser Stelle, die dekorativePracht dieser Räume eingehend zu schildern. Die Galerie d'Apollon im Louvre ist eineder gelungensten dekorativen Leistungen Lebruns, an welcher Jean Berain der ÄltereÄnteil haben soll. In der Spätzeit Louis' XIV . kommt ein zierlicher, aber nüchternerDekorationsstil auf, der, von Hardouin-Mansart und seinem Schüler Cotte ausgehend, zuben Schöpfungen Lebruns in einen gewissen Gegensatz tritt. Beispiele geben die Appartementsbu roh im Schlosse von Versailles , in denen statt der architektonischen Gliederungen dasPahmwerk auftritt und damit den Übergang zum Rokoko vorbereitet.

Erst in dieser Periode »erhält Frankreich eine nationale Malerei durch die nach antikerGröße strebenden beiden Poussins, durch Lesueur, den Maler der Seelenaffekte, und durch Lebrun,den Schöpfer der großen historischen Kompositionen. In der Skulptur überbietet Puget nochden Bernini in der Darstellung leidenschaftlicher Handlung. Sein Hauptwerk ist die Kolossal-gruppe des Milo von Kroton .