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geschildert werden. Hänel gelangte, ähnlich wie Nicolai, zu einer auf der italienischen Frührenaissance beruhenden Richtung. Canzler erbaute das Gymnasium in Dresden inhellenistischer Renaissance. In Hamburg ist Chateaunenf der bevorzugte Architekt; erist von England beeinflußt und gelangt in seinem Streben nach Einfachheit zu keinemcharakteristischen Ausdrucke für seine Bauten. Stammann baut in Hamburg eine AnzahlWohnhäuser in einigem Anschluß an die Gärtnersche Schule. Demmler in Schwerin gehört zu den Vertretern des Empirestils, wird aber durch die ihm zufallenden Aufgabenm andre stilistische Bahnen gedrängt. Er erbaut das Hoftheater in Schwerin in floren-tinischer Frührenaissance und den Erweiterungsbau des Schlosses daselbst im engsten An-schluß an die Frührenaissance des Schlosses Chambord. Luckvw erbaut in Schwerin dasLandgerichtsgebäude in edlen Renaissanceformen als Terrakottenbau und das medizinischeInstitut nach mittelalterlichen Motiven. In Hannover beginnen Tramm und Hase denBau des Welfenschlosses in einer romanisiercnden Rundbogenarchitektur, Oppler inHannover baut in allen historischen Stilarten, weiß aber die einmal gewählte Stilart mitKonsequenz festzuhalten. Der Bau der Synagoge in Hannover im Rundbogenstile mitmittelalterlichem Detail eröffnet ihm eine Reihe weiterer Aufträge zu Synagogenbauten.Llltmer in Braunschweig begann seine Thätigkeit in Berlin mit dem Bau der Sing-akademie und erbaute später in Braunschwcig das Residenzschloß in palladianischen, eng-lisch umgebildeten Formen. Bohnstedt, zuerst in Petersburg mit Erfolg als Privatarchitektthätig, hat sich später in Gotha niedergelassen und ist von dort aus noch vielfach anandern Orten beschäftigt gewesen.
Für die Entwickelung der neueren gotischen Schule» sind die Wiederherstellungs-arbeiten an den alten Domen von großer Wichtigkeit geworden. Zwirner leitete denWeiterbau des Kölner Domes, und mit dem Fortgange des Werkes zugleich entwickeltench die neue Dombauschule, welche durch Statz, Friedrich Schmidt, Franz Schmidt undWilhelm Hofmann vertreten wurde. Zwirners Nachfolger, Voigtel, hat das große Werkoes Dombaues glücklich zu Ende geführt. Die Wiederherstellung des Domes in Speiergeschah durch Hübsch. Am Mainzer Dom begannen die Veränderungen des Ostchors nachZwirners Plänen, dann führten Wessiken und später Cnypers die Arbeiten weiter. DieErneuerung des Bierungsturmes am Straßburger Münster wurde durch Klotz begonnen.Am Regensburger Dom bewirkte Denzinger die Vollendung der Fronttürme. Die Voll-endung des Ulmer Münsters begann unter Thranns Leitung und wurde durch Scheu undBeyer fortgesetzt. Die Reihe der gotischen Neubauten im Rheinlande eröffnet Lassaulxm Bonn, dem Zwirner mit verschiedenen Kirchenbauten folgt. Statz und Schmitz sindwlt zahlreichen Kirchenbauten vertreten; ersterer wirkte noch über die Grenzen des Rhein -andes hinaus. Die hervorragende bauliche Thätigkeit Friedrich Schmidts soll im folgendenAbschnitt geschildert werden. Ohlmüller in München lieferte die gotische Aukirche daselbst,welche als Hallenkirche, jedoch der modernen Empfindung entsprechend umgebildet, erscheint,^oltz, gleichfalls in München, nahm für seine zahlreichen Schloßausbauten die deutsche Spätgotik zum Ausgangspunkte. Ungewitter in Kassel arbeitete die technischen Elementeer Gotik gründlich durch und wirkte namentlich höchst ersprießlich als Lehrer. Hase kommtspäter zur Gotik, bildet jedoch als Lehrer am Polytechnikum zu Hannover zahlreichechnler und leitet die Wiederherstellung mittelalterlicher Kirchenbauten. Ein bedeutenderörnpcher Neubau Hases ist die Christuskirche in Hannover . Das Schloß Marienburg beiordstemmen errichtete Hase in frühgotischen Formen. Luer in Hannover ist durch seinegnarienbanten und seine gotischen Ziegelbauten bekannt geworden. Heideloff in Nürnberg Putte die Gotik nur dekorativ aufgefaßt, ähnlich wie Eberhard in Gotha . Mariens in^ war konstruktiver Gotiker und erwarb sich eine bedeutende Banpraxis. Hamburgs »roßter Kirchenbau, St. Nicolai, fiel dem Engländer Scott zu, der ein hoch monu-nentales, aber im Grundplan schematisches Werk lieferte. Krüger in Schwerin knüpftWflw gotische» Kirchenbauten durchaus an die landesübliche Tradition und die heimischeD^Awuuweise ^ Sein vorzüglichster Neubau ist die St. Paulskirche in Schwerin .
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