347
Gebäude für öffentliche Zwecke.
enthält außer einigen Hörsälen und den Verwaltungsräumen hauptsächlich die Eingangs-halle, den Glashof mit den Haupttreppen, dann im ersten Obergeschoß die Aula mit denumliegenden Sitzungssälen, endlich im zweiten Obergeschoß den großen Lesesaal und dieBüchersammlung. Der gesamte Außenbau ist in Sandstein hergestellt und mit reichembildlichen und ornamentalen Schmuck versehen.
Zu den Universitäten und technischen Hochschulen gehören als wesentliche Teile diebesonderen Gebäude für naturwissenschaftliche Institute, welche in einzelnen Fällen mitganz besonderer Rücksicht auf die geforderte Zweckmäßigkeit zur Ausführung gekommensind. Das Physikalische Institut der Universität in Straßburg , 1879—82 nach KundtsAngaben von Eggert erbaut, zerfällt in drei Abteilungen; die erste für Experimental-vorlesungen, die zweite für Physikalische Untersuchungen, die dritte für das Übungs-laboratorium. Der Hörsaal der ersten Abteilung ist mit den besten Einrichtungen aus-
, Atz-.-
247. Musikalisches Institut der Universität in Strastbnrg (I87S—82).Nach Photographie.
l«»' H s <
gestattet und liegt im Erdgeschoß, dem Sonnenlicht fast zu jeder Tageszeit zugänglich. Diezweite Abteilung enthält in allen Zimmern Festpfeiler, welche von den Fußbodenbelägenisoliert, zur Aufstellung der Instrumente dienen. — Das chemische Institut des UniversityCollege zu Dundee in Schottland besteht nur aus Sockel- und Erdgeschoß und enthälteinen großen Hörsaal, zwei Hauptlaboratorien und verschiedene andre Arbeitsräume.Das quantitative Laboratorium wird durch Deckenlicht erhellt. — Die Anlage einesbesonderen chemischen Instituts mit zwei eingeschlossenen Höfen ist nach Landolts Angabenvon Ewerbeck und Jntze in den Jahren 1875—79 bei der technischen Hochschule inAachen zur Ausführung gekommen. Die Räume für Vorlesungen und die Arbeitsräumesind im Erdgeschosse untergebracht, während das erste Obergeschoß die Wohnungen fürzwei Professoren, zwei Assistenten und zwei Diener enthält. Das zweite Obergeschoßüber dem Mittelraume und die beiden Eckpavillons enthalten ebenfalls Wohnungen.
Besondere Anstalten zum praktischen Studium der Medizin, die Kliniken, sind inneuester Zeit in einer vermehrten Anzahl für verschiedene Spezialfächer znr Ausführunggekommen. Eine der großartigsten Anlagen dieser Art ist die von Gropius und Schmieden
44 *