Gebäude für öffentliche Zwecke. Z 51
fassade wird durch einen mächtigen, von einer Attika überragten Mittelbau und zwei Eck-vorlagen gegliedert. Über dem Mittelban erhebt sich eine von vier Türmchen flankierteKuppel. Die knnsthistorische Sammlung im Erdgeschoß hat reiches Seitenlicht erhalten;die Bildersäle im ersten Obergeschoß haben Deckenlicht, und an den Fassaden liegen inzwei Geschossen die seitlich beleuchteten Kabinette. Die Außenarchitektnr ist in Hausteinausgeführt und mit reichem bildnerischen Schmuck versehen; zur Ausstattung des Innernist vielfach farbiger Marmor in Anwendung gekommen.
Mit den Kunstgewerbemuseen, deren Errichtung durch die Weltausstellung in London von 1851 angeregt wurde, ist meist eine Kunstgewerbeschule verbunden. Das ältesteBeispiel dieser Art ist das Conservatoire des arts et mctiers zu Paris , welches in der
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S4g. Treppenhaus des k. k. knnsthistorischrn Museums in Mien (>«72—Si).
alten Abtei von St. Martin des Champs eingerichtet wurde und in den Jahren 1839bis 1872 durch eine neue, von Vaudoyer geschaffene Baugruppe ersetzt worden ist. —Das South-Kensington-Museum in London wurde seit 1868 durch verschiedene Architektenerrichtet und hat eine ungewöhnliche Ausdehnung angenommen. Der Raum für orna-mentale und angewandte Kunst nimmt drei große, glasüberdeckte Höfe und einen viertenkleineren Hof ein, füllt somit so ziemlich das ganze Erdgeschoß und noch einige Galeriendes Obergeschosses; die Gemälde sind in den meist durch Deckenlicht erhellten Sälen desObergeschosses untergebracht. Außerdem sind Räume für die Bibliothek, die Kunstschuleund das Patentmusenm vorhanden. — Das österreichische Museum für Kunst und Industriein Wien ist 1868—71 von H. von Ferstel neu erbaut und kann als grundlegendes Mustergelten. Den inneren Kern des Gebäudes bilden drei Deckenlichträume, ein quadratischer,mit Glas bedeckter und von Arkaden umgebener Lichthof und zwei damit verbundene