Holz und Stein als Baumaterial der Wände.
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Hamburger Rathause verwendet ist. Dasselbe besteht aus zwei Wasserhellen, nacheinander auf-zutragenden Flüssigkeiten, die durch chemische Umsetzung eine unlösliche Verbindung in und mitdem Material eingehen, das dadurch wasserabweisend und härter wird, dennoch aber luftdurchlässigbleibt und seine Farbe unverändert behält.
Die Verwendung der natürlichen Steine beschränkt sich aber in der Regel aufgrößere Monumentalbauten, während für das bürgerliche Wohnhaus der wesentlichbilligere Ziegelbau vorgezogen wird. Schon mehrere Jahrtausende vor unsrer Zeit-rechnung sind den alten Babyloniern und Ägyptern aus Lehnt und Stroh oder Nilschlammgeformte und getrocknete oder aus Thon gebrannte Ziegel bekannt gewesen. Von denRömern wurde die Technik des Ziegelbrennens mit besonderer Vorliebe aufgenommen,und im Mittelalter, speziell iin12. Jahrhundert, gedieh dieselbezu vorzüglicher Blüte. Danachaber ist sie lange Zeit mehroder weniger vernachlässigt undendlich erst während der letztenJahrzehnte unsres Jahrhun-derts, begünstigt durch die Er-findung der Ringöfen und vielerneuen Maschinen, zu namhafterFortentwickelung gebracht.
Die zuerst genannten ledig-lich lufttrockenen Lehmschlackenkönnen nur untergeordneten An-sprüchen genügen, die eigentlichen(gebrannten) Ziegel dagegenbilden ein vorzügliches, viel-leicht als ganz unentbehrlich zubezeichnendes Material. Einneuerer englischer Schriftstellersagt darüber: „Natürliches Ge-stein schmilzt, Gußeisen bricht,gewalztes Eisen biegt sich undgibt nach; nur der gut ver-mauerte Ziegelstein darf einuniversales Baumittel genanntwerden, und fast jede Arbeitläßt sich mit ihm zustandebringen." — Als Merkmal einesguten Ziegels gilt, daß er keineRisse und Sprünge enthaltendarf, was leicht an dem hellenKlang beim Gegenschlagen mit einem Hammer zu erkennen ist. Spaltet man ihn, sosollen die Bruchflächen rein und nicht splitterig sein. Das ganze Gefüge muß Festigkeitbesitzen, und beim Eintauchen in Wasser darf der Stein nur etwa 15 Prozent seinesGewichtes an Flüssigkeit in sich aufnehmen. Die Farbe der Ziegel wechselt vom dunklenViolett bis znm hellen Gelb und ist für ihre Güte von keiner Bedeutung. Dagegensoll jeder gute Stein gerade, scharfkantig und hart sein, darf nirgend gebrannte Kalk-stückchen sowie auch durchaus keinen Mergel und ebensowenig Salpeter oder sonstigelösliche Salze enthalten, welch letztere später den lästigen weißen Ausschlag der Mauernerzeugen und in schlimmeren Fällen die Ursache von Mauerfraß und Schwammbildungwerden. Je nachdem die Steine beim Brennen einer geringeren oder größeren Hitze aus-gesetzt waren, erhält man mittlere oder harte Steine sowie Klinker, die bis zumBeginn des Schmelzens gebrannt sind, und Schlacken, die verbrannt sind. Letztere
Das Buch der Erfind. I. 47
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267 u. 268. Mauernrerk aus bearbeiteten Gnadrrn.