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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Technik des Bauwesens.

bürg, dessen Tragebalken 5,6 in lang freiliegen. Hier nimmt der oberhalb angeordnetegenietete Blechträger von etwa 60 oin Höhe die Last des Hauptgesimses und der Attikaauf, und gleichzeitig ruhen auf ihm kleine Träger, zwischen denen Gewölbe gespannt sind,die die Deckplatte über den großen steinernen Tragebalken entlasten und Gelegenheitbieten, die vorstehenden Konsolen des Gesimses rückwärtig zu verankern.

Die Qualität der natürlichen Steine ist je nach den Brüchen eine sehr verschiedene,und es muß deshalb reiflich erwogen werden, welcher Stein zuverlässig der Örtlichkeitund dem Klima entspricht. Stets wird man im Äußern einen härteren, im Innern einenweicheren, leichter zu bearbeitenden Stein wählen können. Oft bieten auch diejenigen

Steine einen Vorteil, die sich innoch bruchfenchtem Zustande ver-arbeiten lassen und später erhärten.Für das Reichshaus sind nur dieerprobtesten Sandsteine verwendetworden, z. B. aus den schlesischenBrüchen von Alt-Warthau undRackwitz, aus der Grafschaft Glatz ,vom Heuscheuergebirge, aus demTentoburger Walde, den Brüchenvon Nesselberg in Hannover undaus dem Maingebiet. Für be-sonders stark exponierte Teile ver-sprechen aber eine längere Dauerdie Grund- oder Urgebirgsstcine,unter denen wir Granit und Syenitsowie, wo das Klima ihn zuläßt,Marmor hervorheben; auch Steinevulkanischen Ursprungs, z. B. Ba-salt, Trachit und Lava, sind vor-treffliche Materialien.

Die Verwendung natürlicherSteine zu Bauzwecken hat wesent-lich an Umfang gewonnen, seit-dem einesteils Eisenbahnen undD ampfs chiffe den Transp ort außer-ordentlich erleichtern und seitdemandernteils die Fortschritte imMaschinenwesen eine weit ratio-nellere Bearbeitnngsweisc ge-statten. Steinsägen und Stein-drehereien werden mit Wasserund Dampf oder mittels oft weithergeleiteter elektrischer Kraft ge-trieben, und die Anstalten für das Polieren von Granit oder Marmor sind zu einer früherungeahnten Vollkommenheit gebracht. Außer Brückengeländern, Monumenten und Markt-brnnnen legen hierfür zahlreiche Bauten moderner Kaufläden ein beredtes Zeugnis ab, andenen die verschiedensten edlen Gesteinarten Verwendung gefunden haben, und noch fort-gesetzt ist man in den großen Werkstätten von Kessel L Röhl in Berlin und in den Brüchenvon Bensheim in Hessen und andern Orten bemüht, für polierte harte Gesteinartenimmer neue Absatzgebiete zu finden.

Zum Schluß sei an dieser Stelle auch noch auf die Mittel hingewiesen, durch die man dieOberfläche von Sandstein auch in Städten mit starkem Rußsall dauernd rein und wetterbeständigzu erhallen versucht. In dieser Beziehung sind die besten Erfolge mit dem von HartmannL Hauers in Hannover erfundenen Testalin lD. R. P. 78607) gemacht, das u. a. auch am

266. Kandstrinvrrband am Nrichshaus in Berlin .Nach der Werkzeichnung des Architekten (Wallot).

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