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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Holz und Stein als Baumaterial der Wände.

Mörtel. In großen Städten sind diese Einrichtungen aber von geringerer Bedeutung,insofern dort meistens Mörtelwerke, d. h. Fabriken bestehen, die den fertigen Mörtel injedem gewünschten Mischungsverhältnis, dem täglichen Bedarf entsprechend, an den Bauliefern. Anders ist es mit hydraulischem Kalk- und mit Zementmörtel, die stets erst imAugenblick des Gebrauchs auf der Baustelle selbst gemischt werden dürfen und für diemithin ein bedeckter Lagerschuppen unentbehrlich ist.

Die vorzüglichen Eigenschaften des Zementmörtels haben den Versuch nahegelegt,ihn mit Sand und geschlagenen Ziegelbrocken zu einer Gußmasse zu mischen, die mit demNamen Konkret oder Beton bezeichnet wird und ein neues, ungemein vielseitig verwend-bares Baumaterial geworden ist. Zwar sind ähnliche Mischungen mit hydraulischemKalkmörtel schon von alters her bekannt gewesen, ihre Benutzung beschränkte sich aber aufdie unter Wasser liegenden Fundamente von Brücken und ähnlichen Bauwerken, wogegenneuerdings dem Zementbeton auch im Hochbau außerordentlich wichtige Funktionen zufallen,so daß wir ihn im folgenden noch oft werden zur Erwähnung bringen müssen. Als

275. Gnuhes fchrüglicgenÄe Trog - Mörtrlmischmnschme für Sand- und nmfchrneüen Setried.

Beleg aber für seine wunderbare Leistungsfähigkeit sei hier mitgeteilt, daß z. B. die 40 inweit gespannte Flachkuppel des Gasometerbassins in Neid lediglich aus Zementbetongestampft ist. Auch die iu Abb. 277 dargestellte Donaubrücke bei Munderkingen ist völligaus Zementbeton hergestellt. Dieselbe wurde 1893 erbaut und hat bei einer Spannweitevon 50 in eine Scheitelstärke von 1 w erhalten. Neuerdings werden noch viele ähnlichesonstige Bauwerke mit besonderer Vorliebe und bestem Erfolg aus Betonschüttung her-gestellt, und für größere Ausführungen sind besondere Mühlen erfunden, um die gleich-mäßige Mischung des Betons auf maschinellem Wege zu bewerkstelligen. Unsre Abb. 276zeigt eine kleinere Betonmaschine, die für Hand- oder maschinellen Betrieb eingerichtetund mit Abmeßvorrichtung am Fülltrichter versehen ist. Die Kosten für 1 odin Betonsind auf 20—25 Mark anzunehmen.

Wenden wir uns nach dieser Beschreibung der hauptsächlichsten Materialien, die fürden Steinbau verfügbar sind, der Ausführung selbst zu, so ist als wichtiges Momentfür die Haltbarkeit und Tragfähigkeit der Mauern vor allem der Untergrund zubetrachten, auf dem das Haus erbaut werden soll. Da die Festigkeit des Erdbodensgewöhnlich weniger groß geschätzt werden muß, als diejenige der Bausteine, so läßtman die Mauern im Fundament wesentlich breiter anlegen, als sie oben sein sollen, damit