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Das Eisen als Baumaterial. 379
Werden, während man eiserne Balkons mittels Anker an dem Mauerwerk der Haus-front befestigt.
Bei den inneren Wänden eines Gebäudes sind diejenigen, die die Last der Balkenaufnehmen sollen, und die nur zum Raumabschluß dienenden Scheidewände für sich zubehandeln. Erstere gleichen im allgemeinen völlig den massiven Umfassungsmauern, wo-gegen letztere oft nur aus ver- , ,
schaltem oder ausgemauertem st H
Fachwerk oder aus Bretterngebildet werden. Zu diesenAusführungsweisen gesellensich neuerdings noch eine Mengevon Materialien, die Vorteilebieten, welche früher nicht er-reicht werden konnten. Manmauert mit Hohlsteinen, Po-rösen Steinen oder Korksteinen,um das Gewicht der Wändeherabzumindern; auch stehenGlassteine zur Verfügung, dieetwas Licht durchscheinenlassen. Oder man wählt ge-gossene Zement- oder Gips-dielen, auf die wir bei denDeckenkonstruktionen des nähe-ren zurückkommen und die ein-fach aneinander gestellt, ohneweiteres eine fertige, trockeneund gleichzeitig doch feuer-sichere Wand ergeben. AuchMagnesit und Tylolith, Plattenaus künstlichem Stein und Holz,werden zum Bau von Scheide-wänden benutzt und führtensogar dazu, bei Umfassungs-wänden kleinerer Häuser denHolzfachwerkbau von neuem zubeleben, indem sie sich bei außenund innen hergestellter Verklei-dung nicht nur als billig,sondern auch als wärmehaltend
und feuersicher erwiesen haben. ssg-sss. Kaikons.
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Jas Kisen als Baumaterial.
Weit über die Bedeutung aller dieser zuletzt erwähnten Stoffe hinausgehend hat sichaber seit der zweiten Hälfte unsres Jahrhunderts der Eisenbau zu einer Wichtigkeitentwickelt, die in solchem Umfang ehedem kaum vermutet werden konnte. Wie unserspezieller Abschnitt über die Metalle und deren Gewinnung im fünften Bande eingehenderbeschreibt, reicht freilich die Fähigkeit der Gewinnung von Eisen bis in sehr früheZeit zurück. Aber erst seit im 13. Jahrhundert die einfachen Rennöfen durch Stücköfenersetzt wurden, zeigte sich ein Fortschritt in der Eisenindustrie. Zu Anfang des 15. Jahr-hunderts gelang es zum erstenmal, Gußeisen darzustellen; dann stieg die Produktionindes auch nach Einführung der Hochöfen anfänglich nur langsam, bis man zu Beginndes 18. Jahrhunderts statt der Holzkohlen Coaks zur Verwendung zu bringen versuchte.