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Die Arbeitsgerüste.
in wagerechtem Sinne auf je 1,« in mittels genagelter Reihplanken oder gebundener Riegel-hölzer, wie dies in Abb. 299 u. 300 gezeigt ist. Auf diesen Querhölzern finden sogenannteNetzriegel ihr Auflager, deren anderes Ende in kleinen Rüstlöchern ruht, die in derMauer dafür ausgespart werden. Um die gehörige Festigkeit zu erzielen, muß jedes Ge-rüst, wie Abb. 304 zeigt, mit Schwertlatten benagelt und jeweilig auch mit solchen anden Balkenlagen befestigt werden. Da sich die Stricke leicht abnutzen, auch oft verlorengehen, so hat man versucht, an ihrer Stelle eiserne Gerüstklammern zu verwenden, derenes eine große Anzahl verschiedener Arten gibt. Unsre Abb. 301 u. 302 zeigen zweineuere Gerüstklammern, die von Gauhe, Gockel L Co. in Oberlahnstein fabriziert werdenund den Vorteil besitzen, daß keinerlei lose Teile dazu gehören. Sie sind dauerhaft undtragsähig, und die Spannklammer sichert das Gerüst außerdem gleichzeitig gegen seitlicheVerschiebung.
Werden die Fronten des Hauses mit Werksteinen verblendet, so sind stärkere Gerüsteerforderlich, und man stellt sowohl vor, wie hinter der Front eine Reihe Aufrichter, mitdenen die übrigen Hölzer regelrecht verzapft und verklammert sein müssen. Der obere
sog. Gmihrfcher Lmifkrmi für Baugerüste.
Teil eines solchen Gerüstes wird 2 in höher geführt, als die höchsten Bauteile und erhältdann Geleise für den Laufkran znm Heben der Steine, wie unsre Abb. 303 einen solchenzeigt. Ist der Bauplatz groß genug, so kann man statt dessen aber auch, wie in Amerika allgemein üblich, einen großen Hebebaum aufrichten, dessen Höhe es ermöglicht, die Windemittels wechselnder Neigung des Baumes für jeden Punkt so einzustellen, daß der zuversetzende Stein genau senkrecht über seinem Platz niedergelassen wird. Da infolgedessen,wie Abb. 306 zeigt, das Baugerüst nur durch die Arbeiter selbst belastet wird, genügtfür dasselbe die zuerst beschriebene gewöhnliche Stärke.
Für geringfügigere Arbeiten oder Reparaturen trachtet man danach, den Bau einesfesten Gerüstes thunlichst zu vermeiden. Das bis noch vor kurzem üblicheHäugegerüst,welches unsre Abb. 307 zeigt, genügt aber nur in den wenigsten Fällen, muß stets alsfür die Arbeiter gefährlich bezeichnet werden und ist oft nicht ohne weitläufige Umständeanzubringen. Sehr viel vollkommenere Dienste leisten dagegen die neuen Leitergerüste,die, wie Abb. 305 erkennen läßt, aus senkrecht gestellten, 12—15 in langen Leitern be-stehen, an welche sich für die Arbeitsseite an beliebigen Stellen eiserne Konsolstützen an-schrauben lassen, die die Laufbohlen aufnehmen. Indem an einzelnen Stellen in dieFensteröffnungen Hölzer eingespreizt werden, gewinnt man feste Punkte, an denen dasGerüst mittels Haken gesichert wird, ohne daß irgend eine Beschädigung der Mauernnotwendig ist. Da sich alle Teile beliebig auseinandernehmen und wieder zusammensetzen