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Die Technik des Bauwesens.
Falzziegel »mi Eustach Neirmamr in Srriin.
und seit sich sür letztere außer den älteren Dachsteinen und Hohlpfannen vorzügliche Falz-ziegel in mehreren Farben und mit haltbaren Glasuren im Handel befinden. UnsreAbb. 325—332 zeigen einige der neueren Muster von Dachziegeln, die alle zwei-oder drei-fache Falze haben, in die sich zu besserer Dichtung Teerschnüre einlegen lassen. Für dasSchieferdach bestehen hauptsächlich zwei verschiedene Deckprinzipe, die englische und deutscheDeckung. Abb. 333 zeigt dieselben und läßt die Überlegenheit der ersteren Art leicht er-kennen, weil dabei eine teilweise dreifache Überdeckung stattfindet. Unter den Metallen
dienen der Dach-deckung besondersverzinktes Eisen-blech, Zinkblech undKupferblech. Fürflachere Dächer wer-den dieselben glatt,für steile gewöhnlichin Wellenform ge-bogen angewendet.Die Kanten derPlatten werden ent-weder umbrochenund mit der näch-sten Platte zu einemmehrfachen Falz zu-sammengelegt oder
einzeln verlötet. Für Plateaudächer, die nur eine Neigung von 1:10 und darunter haben,bediente man sich früher des Gußasphaltes, der sich aber nur unvollkommen bewährt hat,weil er unter der Sonnenwärme weich wird. Während der letzten Jahrzehnte ist derselbedaher verdrängt durch die Deckung mit Dachpappe, einer im rohen Zustande porösenPappe, die mit heißem Stcinkvhlenteer imprägniert und dann befandet wird. Für bessereAusführungen legt man die Dachpappe doppelt, wobei die untere Lage zu nageln, dieobere mit Gondron zu kleben ist. Immerhin behält die Dachpappe den Übelstand, all-mählich zu verdorren, wenn man das Teeren nicht in gewissen Zeitabständcn wiederholt,
und die Dachfläche ist zumBegehen nicht sehr geeignet.Soll daher das Plateaudachals Altan benutzt werden, sowählt man besser die soge-nannte Ho l zzementdeckung,die 1840 von Karl SamuelHenßler in Hirschfeld erfun-den ist. Dieselbe besteht darin,daß, auf stets gespundeterSchalung, nacheinander vierPapierlagen mittels einer Mi-schung von Steinkohlenteer,Pech, Harz und Schwefel in heißem Zustande übereinander verklebt werden. Danachbedeckt man das ganze Dach mit lehmigem Sand, der endlich mit einer Kiesschicht zu be-streuen ist. Infolge geringer Bewegung der Dachhölzer und durch Temperaturschwankungenzerreißen indes mitunter die Papierlagen, und besonders für nördliches Klima bietet daherdie komprimierte Leinendachung von Schnltz und Sohn in Hamburg wesentlich größereSicherheit. Für diese wird das ganze Dach zunächst mit Dachpappe belegt und darüberwerden zwei Lagen starker Leinwand mit Gondron verklebt, worauf das Dach ohne Lehm-unterlage direkt mit kleinen Kieselsteinen beschüttet werden kann, die man vorher so starkerwärmt, daß sie an dem Gondron festkleben. Infolgedessen erhält sich ein solches Dach viel