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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Dächer und ihre Eindeckung.

reinlicher und ist viel angenehmer begehbar als das Holzzementdach. Auch kann die Fläche,wie dies beim Hamburger Rathausbau geschehen ist, statt mit Kies mit Thonplatteu iuZementmörtel belegt werden, wonach mau ein völlig ebenes und festes Plateau gewinnt.Einen Anhalt für die Beurteilung der Kosten der verschiedenen Decknngsarten mögenfolgende Preise gewähren, die einschließlich der erforderlichen Lattnng oder Verschalungfür 1 gm Dachfläche berechnet sind: Stroh- oder Rohrdach 2.20 Mark, Holzschindeldach1.50 Mark, Ziegeldach 2.70—3 Mark, Schieferdach 4.50 Mark, bezw. mit Pappunterlage6 Mark, Zinkdach 7 Mark, Knpferdach 15 Mark, doppeltes Pappdach 2.50 Mark undPatent-Leinendach 6.50Mark.

Soll ein Dach Ober-lichter enthalten, so gibt mandiesen stets einen über dieDachfläche mindestens 15 oinhervorragenden Rahmen, aufdem die Sprossen zur Auf-nahme des Glases festgeschro-ben werden. Ist das Ober-licht leicht zugänglich und läßtes sich pnltdachartig vom Firstbis zur Traufe mit Schei-ben von einer einzigen Längedecken, so kann es ganz flachgestaltet werden, andernfallssoll es nie weniger Neigungals 45° erhalten, und wennes sich wie bei Museen übereine bedeutende Fläche er-streckt, so muß es sägendach-artig konstruiert werden. ZurEindeckung wählt man starkesGußglas oder das von Fried-rich Siemens erfundene Hart-glas mit Einlage eines Draht-geflechtes. Dies letztere Glasist sozusagen unzerbrechlich,bedarf keiner weiteren Schutz-vorrichtung und kann als sehrfeuersicher bezeichnet werden.

Die Dichtungen an Fir-sten, Graten, Kehlen, Wül-sten, Giebelsäumen, Mauer-anstößen, Obcrlichtrahmen und sonstigen ähnlichen Unterbrechungen der Dachfläche sindstets aus Metall herzustellen, und Abb. 333 zeigt, wie hierfür bei guten Ausführungenzwei Blechplatten übereinander gelegt werden müssen. Nur bei Ziegeldächern werdenFirste und Grate mit Formsteinen gedeckt, und bei Schieferdächern kann man dieselbenMit Ortsteinen belegen lassen, sofern die Dichtigkeit der Deckung vorher schon durch einePappunterlage gesichert ist. Auch die Traufrinnen werden stets aus Metall gefertigt,sind als ein sehr wesentlicher Teil der Dachanlage zu betrachten und müssen groß,stark und leicht zugänglich sein. Diesen Anforderungen genügt die einfache Hängerinnenur unvollkommen, und für bessere Häuser wird stets der in Abb. 333 gezeigten Kasten-rinne der Vorzug gegeben, welche frei auf dem Hanptgesimse liegt. Dieselbe erhältIO —15 nun Gefälle auf 1 in und eine vordere Verblendung, welche die durch denFall entstehende schräge Linie verdeckt. Soll außerdem das Hauptgesimse abgedecktbürden, so läßt man die hierzu dienende Zinkplatte, wie dieselbe Abbildung zeigt, bis

333. Verschiedene Arten der Airchdecknng.