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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Fenster und Thüren.

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Ais Zlenster und Thüren.

Die Fenster und Thüren bilden die Verschlüsse der Maueröffnungen, die für jedesvon Menschen zu bewohnende Haus erforderlich sind. Ursprünglich wurden erstere durchhölzerne Luken oder vergitterte Rahmen, letztere durch vorgehängte Teppiche ersetzt; dieUnbill der Witterung aber und die Notwendigkeit diebessicherer Absperrungen führten baldauf vollkommenere Einrichtungen.

Für lichtdurchlassenden Verschluß der Fenster bot die Natur selbst im Glimmer oderMarienglas ein Mittel, das in Rußland noch gegenwärtig vielfach Anwendung findet unddas im Altertum von den Römern und Griechen fast ausschließlich für diesen Zweck benutztwurde. Zwar haben die Ägypter und Phönikcr bereits 1600 v. Chr. die Kunst des Glas-machens erfunden, aber glatteScheiben konnte man dennocherst zur Zeit der römischenKaiser fabrizieren, und späterwar die Kunst ihrer Her-stellung während langer Zeitverloren und wurde erst imvorgeschrittenen Mittelaltervon neuem wieder geübt,wo denn die Verzinsung derhohenKathedralfcnster gleich-zeitig Gelegenheit zur künst-lerischen Ausbildung derGlasmalerei bot. Die älte-sten dieser Fenster erwähntGregor von Tours im 4.

Jahrhundert. Später wirdaus dem Jahre 674 berichtet,daß der Abt Benedikt Glas-macher aus Frankreich nachEngland berufen habe. Dortsind auch am frühesten undzwar seit etwa 1180 Glas-fenster in Privathäusern ge-bräuchlich geworden,wogegensolche in Deutschland erst im14. und 15. Jahrhundertallgemeiner üblich wurden.

Noch 1448 verwunderte sich

z. B. Äneas Sylvius (der spätere Papst Pins II.), in Wien viele Häuser mit Glasfensternzu sehen. Dafür bediente man sich anfänglich stets sogenannter Butzen, kreisrund ge-gossener und in Blei gefaßter Glasscheiben. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahr-hunderts ist diese wenig Licht spendende Verglasnngsweise durch größere Scheiben ersetzt,die dann mittels einer Kittmasse unmittelbar in dem Rahmen der Fenster befestigt werdenkonnten. Gegen Mitte des gegenwärtigen Jahrhunderts endlich begann man, das Schleifenvon Scheiben fabrikmäßig zu betreiben, wonach die sogenannten Spiegelgläser für Fensterverwendbar wurden und damit ein Material erreicht war, das den höchsten Anforderungengenügen kann und die Verzinsung von Fenstern bis zu sehr beträchtlicher Größe mit einereinzigen ungeteilten Scheibe ermöglicht.

In gleicher Weise wie die lichtgebende Fläche der Fenster verbessert wurde, sind all-mählich auch die Ansprüche gewachsen, die man an den sicheren Verschluß des Rahmen-werkes stellt. Als Material für letzteres dient im allgemeinen das Holz, und zwar fürdie dem Wasserschlag ausgesetzten Unterstücke kerniges, gut ausgelaugtes Eichenholz, für

3SS— sss. Hamburger Kontorfcnstrr MIS Kchinrcdceisen,ausgeführt von Emil Mäh L Herrmann in Hamburg .

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