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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Technik des Bauwesens.

in Berlin , kommt ferner wohl anch eine Wandbekleidung aus wirklichem gepunztcn Lederoder in Schlössern eine solche mit gewirkten Gobelins oder Seidendamasten in Frage.Bei solcher Ausstattung muß sich die Wandteilung nach der Größe der Felle, bezw. nachder Stoffbreite einrichten, und die einzelnen Stücke werden selbstverständlich nicht geklebt,sondern auf entsprechender Unterlage nur zwischen Leisten gespannt.

Über die Musterung der Tapete können wir an dieser Stelle nur ein kurzes Wort

zu den in Abb. 443 u. 444 als Bei-spiel dargestellten modernen deutschenTapeten einfügen. Als Grundregel gilt,daß ein kleines Muster durch seinehäufigere Wiederholung den Raumgrößer erscheinen läßt und deshalb fürgewöhnliche Zimmer den Vorzug ver-dient. Für große Säle aber darf dieMusterung ja nicht zu klein gewähltwerden, sonst wirkt die Tapete sogleichermüdend. Was die Farben betrifft,so müssen sich dieselben der übrigenDekoration unterordnen, und es läßtsich nur im allgemeinen sagen, daßim Salon gern eine Goldtapete, imWohnzimmer eine ornamental ge-musterte farbige Tapete, im Arbeits-zimmer eine indifferent ausgeführteTapete in dunklem Holzton, im Schlaf-zimmer eine naturalistische Tapete an-gebracht erscheint. Im einzelnen sindGeschmack wie Musterung dem Wechselder Mode unterworfen und müssen sichden jedesmaligen Wünschen des Bauen-den und der Nntzungsart der Räumeanschließen.

Vielfach ist auch versucht, dieTapeten zur Jmitierung andrer Bau-stoffe nutzbar zu machen. Beliebt sindz. B. Glanzlacktapeten, die glasierteWandplatten nachahmen und sich speziellfür Garderoben und Aborte, zur Notanch für Küchen und Badezimmereigne». Die Crackleytapeten beruhenauf derselben Herstellungsart und eig-nen sich für Wandfüllnngen, die dannwie mit Mosaik ausgelegt erscheinen.Die Firma Herm. Miralles in Barce-lona bringt sogar wirkliche glasiertePlatten von etwa 4 inm Stärke in denHandel, die die schönsten maurischen Muster der Alhambra wiedergeben, thatsächlich aberdoch nur aus bedrucktem Carton Pierre bestehen. Dieselben haben sich aber trotzdem als rechthaltbar bewährt und eignen sich vortrefflich zum Bekleiden von Holzwänden, besonders z. B.auch in Schiffskabinen, wo es sich gleichzeitig als vorteilhaft erweist, daß sie wesentlichleichter sind als Steinplatten. Sehr vielfach ist es ferner versucht, Holzarten durch Tapeten-druck nachzuahmen. Das frühere gemalte Holz vermochte indessen nur geringeren Ansprüchenzu genügen. Weit besser sind die jetzt fast allein üblichen Naturdrucktapcten, zu derenHerstellung ein aufgeschnittener Stamm der gewünschten Holzart dient. Man bildet auf

44s. Majaiikaafcn ans der Fabrik «an A. A. WcMyin Hainbnrg.