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Die Anlage der Orte im allgemeinen.
System, das der im Grundriß sternförmigen Gürtel gräbenumgebener Erdwälle. DenSturmlauf hindert der breite und tiefe Graben, dem Erdwall kann die Kanonenkugelnicht viel anhaben, die sternförmige Form der Festung, die staffelförmig einander schützendenWälle ermöglichen es, das Feld nach allen Richtungen mit Geschossen zu bestreichen.Endlich aber verzichtet man der immer gewaltiger werdenden Geschütztechnik gegenübervöllig auf den Schutz der Befestigungen. Die Wälle werden beglichen nnd zu Spazier-gängen umgewandelt, der Graben wird verschüttet und mit'Parkanlagen bepflanzt, dieVorstädte werden zur Stadt gezogen. Selbst wo man Befestigungen nicht entbehren zukönnen glaubt, werden dieselben heutzutage soweit hinausgerückt, daß sie die Entwickelungder Stadt vorläufig nicht mehr beeinträchtigen, wie in Paris, Köln, Straßburg i. E.
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Innerhalb* der Mauern fand in Europa wohl von jeher eine enge und hohe Be-bauung statt. In den antiken Städten war die Mehrzahl der Straßen so eng, daß derVerkehr von Lastwagen nur in wenigen Morgen- und Abendstunden gestattet war. InRom durften sich Personen, mit Ausnahme der triumphierenden Feldherren, der vestalischenJungfrauen und später einzelner bevorzugter Vornehmen, innerhalb des Weichbildes über-haupt nicht eines Wagens bedienen. Die Straßen mittelalterlicher Städte sind, wie zahl-reiche noch vorhandene Beispiele lehren, gleichfalls meist recht eng, wenn auch immerhinein Wagenverkehr möglich ist. Erst mit dem Reformationszeitalter nehmen die Straßen-breiten zu, um sich nach dem Fall oder dein Hinausrücken der alten Wallgürtel zu denstattlichsten Anlagen auszuwachsen.
Von Monumentalbauten Pflegen Heiligtümer, Tempel und Kirchen die längsteBestehensdauer zu haben. Rathäuser, Schlösser und Paläste sind schon leichter demUmbau unterworfen. Der Charakter der Privathäuser ist in alten Städten meistDos Buch der Erfind. I. 57