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Brücke in Berlin, der kout Ksuk in Paris und die I^onäon driäxs sind die altgewohntenVermittler großstädtischen Verkehrs.
Wenn zum Übergang über mächtige Ströme noch oft die beweglichen Schiffsbrückenin Gebrauch sind, so diente als Material der festen Straßenbrücken früher und häufignoch jetzt das Holz. Eine monumentale Wirkung erzielt aber erst die Verwendung desSteins, namentlich des Hausteins. In alter Zeit nur in mäßigen Spannweiten beistark gerundeter Form vorkommend, werden die flacheren Brückenbogen der Neuzeit zurecht erheblichen Abmessungen gesteigert: so die Stromöffnungen der Albertbrücke inDresden mit 31 in lichter Weite; die beiden Nebenöffnungen der herrlich kühnen Alma-brücke in Paris zu 38,g in, deren Mittelöffnung sogar zu 43 in Spannung. Nochgrößere Abmessungen zwischen den Strompfeilern gestattet das modernste Material,das Eisen. Die fünf Öffnungen der eisernen Bogenbrücke über dem Rhein zwischenMainz und Castel steigen von 86,g in bis auf 102,i in Lichtweite. Von den zahl-reichen möglichen Formen der Eisenkonstruktion, die für Zwecke der Eisenbahn in derfreien Landschaft unbedenklich angewandt werden, scheint im Stadtbilde neben derBogenform, welche die Fahrbahn unterwärts stützt, doch nur die Form der Kette, welchedie Brückenbahn von oben her trägt, dem Auge angenehm. Namentlich für bloßen Fuß-gängerverkehr ist die Kettenbrücke von leichter gefälliger Wirkung, wie z. B. der zierlichean zwei schlanken gotischen Pfeilerpaaren hängende eiserne Steg zu Frankfurt a. M.Gerade niedrige Blechträger auf eisernen Pendelsäulen hat man namentlich zu Über-brückungen städtischer Straßen verwendet, besonders in Berlin , wo die Überführungen derStadtbahn so hergestellt sind. Die nach dem Erfinder Monier genannte Herstellungsweiseaus Zementmörtel mit Eiseneinlage scheint, wenn auch bis jetzt nur für untergeordneteZwecke angewandt, doch noch eine vielversprechende Zukunft zu haben.
Der Wunsch, über der Flußmitte die Höhe der Durchfahrt für Schiffe zu vergrößernsowie den Anblick einer Brücke bedeutsamer zu machen, hat oft veranlaßt, die Bahn vonden Ufern her nach der Mitte hin ansteigen zu lassen. Zahlreiche Beispiele hierfür findensich unter andern bei den aus einer Öffnung bestehenden Kanalbrücken Venedigs . Beistark wechselnden Wasserständen des Flusses und aus Rücksichten auf die Schiffahrt ist eszuweilen erforderlich, die Brücken erheblich höher als die nahen Uferstraßen anzuordnen.Dies führt dann zu umfangreichen Rampenanlagen, wie bei der genannten Mainzer Brücke.
Für die Breite der Brückenbahn, wenn diese auch für Wagenverkehr dienen soll,ist die Anforderung zu stellen, daß zwischen markierten Fußgängerwegen zu beiden Seitennoch mindestens zwei Wagen Platz zum Ausweichen haben. Es wird dies bei 1 in breitenTrottoirs einer Gesamtbreite von 7 in zwischen den Geländern entsprechen. Bei lebhafteremVerkehr sollte es möglich sein, daß drei Wagen nebeneinander vorbeifahren können. Hierzugenügen 7 in Breite, zu welcher dann noch je 2—2,5 m Breite der beiderseitigen Fußwegekommen. Die bereits erwähnte Straßenbrücke zwischen Mainz und Castel hat mit Rücksicht aufzwei Pferdebahngeleise 8 in Fahrbahnbreite bei je 2,s in breiten Fußwegen erhalten. Weitgrößere Abmessungen ergeben sich in Städten ersten Ranges. So hat die Belle-Alliance-Brücke in Berlin eine Fahrbahn von 19 in Breite, zwischen je 7,s in breiten Fußwegen,im ganzen also 33,« in zwischen den Geländern. Für die Befestigung der Fahrbahn,welche sich von der üblichen Straßenbefestigung übrigens nicht unterscheidet, ist zu beachten,daß auf eine kräftige Entwässerung zur guten Erhaltung des Banwerks vor allem Bedachtzu nehmen ist.
Zum seitlichen Schutz und zum wesentlichen, oft einzigen Schmuck dienen dieGeländer, welche man bei steinernen Brücken aus Haustein, zuweilen aus kunstvollbearbeitetem Hartgestein, etwa poliertem Granit, bei eisernen Brücken meist aus Guß-oder Schmiedeeisen herstellt. Sehr reizvolle Kombinationen von weitgeöffneten Granit-geländern mit starken geschmiedeten Gittern als Füllungen sind in Hamburg ausgeführtworden.
Die schwerer ausgebildeten Geländerteile auf den Brückenpfeilern werden oft alsSockel für Laternenpfosten, für Laternen tragende Obelisken oder auch für Statuen benutzt.So haben die älteren und neueren Berliner Brücken eine reich wechselnde Belebung der