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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.
etwa 44 Prozent des größten Tagesverbrauchs von 25000 obm. Da, um überall in der Stadtden genügenden Druck zu geben, die Sohle des Reservoirs eine Höhenlage erhalten mußte, welchedie Höhe des Lindcnerberges, auf dem es steht, überstieg, so konnte es nicht in den Erdbodenversenkt, sondern mußte vollständig frei über dem Boden ausgemauert werden. Es be-steht aus Mauerwerk von hartgebrannten Backsteinen in Portlandzementmörtel mit innerem ge-glätteten Zementputz und ist mit flachen Gewölben abgedeckt, die auf Pfeilern ruhen und ihrer-seits eine mit Rasen belegte, über l in starke Sandschüttung tragen. Der Boden des Reservoirsbesteht aus I bis 1,4 in starkem Beton, worüber 4 Lagen Klinker in Zement vermauert undmit gebügeltem Zemcntputz bedeckt sind. Beide Reservoirabteilungen sind nahe dem Boden durchein absperrbares Gußeisenrohr verbunden.
An der Vorderseite des Hochbehälters sind in der Mitte ein größerer Vorbau, an den Endenkleinere Vorbauten errichtet, welche die Schiebervorrichtungen enthalten. Durch den mittlerenBau führen die beiden Druckrohre, welche hier mit Druckhähnen, Rücklaufklappen und Absperr-schiebern versehen und miteinander durch ein absperrbares Rohr verbunden sind. Wenn ihre
erweiterten Enden, wie schon angedeutet,llänasn Lllünitt Hochwasserbehälter vertikal aufsteigend
in Höhe des höchst zulässigen Wasserstandesausmünden, so haben sie doch außerdemnoch absperrbare und meist abgesperrteAusläuse nahe dem Boden. Ebenso ist inden beiden Reservoirs je ein Überlaufrohrund je ein Entleerungsrohr eingebaut.Die Mündung des ersteren entspricht demhöchsten Wasserstand, die des letzteren liegt,behufs Reinigung des Reservoirs vonSchmutz und Schlamm am,, Boden desHochbehälters. Beide, die Überlaufrohreund die Entleerungsrohre, vereinigen sichim Schieberhause zu einem gemeinschaft-lichen 30 am weiten Rohr, welches alsThonrohrleitung auf kürzestem Wege demKanalnetze der Stadt Linden das abfließendeWasser zuführt. Die Fallrohre oder Ver-brauchsrohre, d. h. diejenigen Rohre, welchedas Wasser anS dem Hochreservoir derStadt zuführen, liegen je eins in denbeiden äußeren Ecken des Reservoirs ander vorderen Seite. Dieselben sind in denFußboden und den Beton unter dem Fuß-boden des Reservoirs fest eingemauert undhaben gleichfalls trompetenartige Ausmiindüngen erhalten. Die Oberkante dieserletzteren liegt 20 am über dem Reservoir-boden, so daß die aus dem Boden sich etwaablagernden Sinkstoffe nicht in die Fall-rohre gelangen können.
Vor dem Reservoir ist jedes hier noch850 inm weite Fallrohr mit einem Ab-sperrschieber versehen, hinter welchem sichbeide aus 600 mm Lichtweite verengen;auch sind beide Fallrohre durch ein 600ininweites Rohr verbunden, welches parallel zu der Vorderfassade des Hochreservoirs liegt unddurch einen gewölbten Raum unter dem vorderen Schieberhause läuft. Dieses Rohr ist anjeder Seite mit einem Absperrschieber versehen. Unmittelbar hinter der Abzweigung dieses Ver-bindungsrohres hat jedes Fallrohr einen weiteren Schieber erhalten, hinter welchem sich noch injedem Rohre ein Lustventil befindet, um eine etwa nötig werdende Entleerung des betreffen-den Rohrstranges zu befördern. Diese Schieber und Ventile der beiden Fallrohre sind in jeeinem Eckfchieberhause vereinigt. Durch die beschriebenen Anordnungen ist eine große Sicherheitfür die ununterbrochene Betriebsführung erreicht. Man ist durch dieselbe i» die Lage gebracht,nicht allein mit beiden Druckrohrsträngen zugleich, sondern auch mit jedem beliebigen derselbenin beide Hälften des Hochreservoirs oder auch in eine derselben, und zwar gleichviel in welche,das Wasser fördern zu können. Auch kann man aus beiden Reservoirhälsten oder, je nach Be-lieben, aus irgend einer dieser Hälften das Wasser durch beide Fallrohrstränge oder durch je einenderselben, nach freier Wahl zur Stadt senden. Es kann mithin weder durch den Bruch einesFallrohr- oder eines Drnckrohrstranges, noch durch Reparatur oder Reinigung einer Reservoir-hälfte eine Betriebsstörung ernstlicher Natur veranlaßt werden. Da das Reservoir sich in derNähe der Stadt und auf einem Punkte befindet, welcher früher mit einem viel besuchten Aus-sichtsturme verbunden war, so beschloß man, den Hochreservoirbau mit einem derartigen Aus-
Oruiräriss.