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Beseitigung der flüssigen und festen Abfallsioffe,
Werden, während der größere Teil erst zu Anfang der christlichen Zeitrechnung gebaut ist.Hier kommen auch schon Anschlnßleitnngen der Grundstücke vor, während sonst in ältererZeit das Schmutzwasser aus den Häusern mittels Eimer in den Kanal befördert wurde.Der Versuch, verunreinigte Abwässer zu klären und zur Berieselung von Gärten zubenutzen, ist in Jerusalem nachgewiesen, wo aus dem Salomonischen Tempel das Blutder Opfertiere durch einet: Kanal in Klärteiche geführt wurde. Der iiächste geschichtlichbekannte Versuch, Abwässer zur Wiesenberieselung zu verwenden, ist in Mailand imzwölften Jahrhundert gemacht worden. Im Mittelalter und später sind häufig kunstvolleBewässerungs- und Entwässerungsanlagen für Klöster ausgeführt worden. Für ganzeStädte sind nur wenige Beispiele bekannt. In Hamburg sind alte Siele aus Eichenholz-bohlen seit etwa 1300 nachweisbar. Auch sonst hat man dergleichen ausgegraben, meistin Holzstärken von 7 om und einem Lichtenmaß von 40:40 om im Querschnitt. Frank-furt a. M. erhielt iin zwölften Jahrhundert im Zuge eines verschütteten Festungsgrabens
S22. Hochbehälter der gochqlirllenlcitling ill Frankfurt a. W. llil der Friebberger Warte.Nach „Frankfurt u. s. Bauten".
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einen Kanal, dem später mehrere folgten. Die Stadt Bunzlau besitzt seit 1531 Ent-wässerungskanäle, deren Inhalt bis heute zu regelmäßig wechselnder Nutzung als Riesei-wasser gelangt. Turin hat seit 1726 Kanäle, welche durch Anschlußleitungen auch diestüssigen Abgänge aus den Häusern aufnahmen und dem Po zuführten. Englische Städte,namentlich London , besitzen seit Jahrhunderten ausgedehnte Kanalanlagen.
Die neueren mit Berücksichtigung aller für die Gesundheitspflege wichtigen Momenteangelegten Städteentwässerungen gehören sämtlich der zweiten Hälfte des iwunzehntenJahrhunderts an. Hie bestehen in einem einheitlich zusammenhängenden nicht nur dergegenwärtigen Größe der Stadt, sondern auch späterem Zuwachs angepaßten Kanal-Uetze, in welchem die Profile im Hinblick auf die rechnerisch ermittelten Wassermengenentworfen, gleichmäßige Gefälle durchgeführt, Einrichtungen zum Reinigen und Lüstenvorgesehen sind und die Ausführung sorgfältig mit bestem Material erfolgt. Die erstenderartigen Anlagen in Deutschland wurden von englischen Technikern geplant oder nachenglischen Vorbildern hergestellt. Neuerdings scheint England die führende Rolle etwaseingebüßt zu haben, wenigstens sind seit den siebziger Jahren m Deutschland zahlreichevon Deutschen geplante Kanalisationsanlagen durchgeführt worden, mehr vielleicht als mirgend einem andern europäischen Lande. Frankreich, Belgien und Holland find m ihrenProvinzialstädten, Österreich, Italien, Rußland und Spanien allgemeiner zurückgeblieben,
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