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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Beseitigung der flüssigen und festen Abfallstoffe. ZZZ

durch das Straßennetz, da die kleinen Kanäle in die engeren Straßen, die Hauptsammlerin die Hauptstraßen, Abkürzungsstrccken in Diagvnalstraßen zu legen sind. In der Früh-zeit der Entwässerungsanlagen ließ. man die Kanäle möglichst auf dem kürzesten Wege indie Flüsse münden. Wegen der dadurch veranlaßten starken Verunreinigung der Flach-läufe ist man aber neuerdings davon abgegangen, ja man hat derartige Anlagen durchAbfangkanäle, welche Parallel dem Flusse laufend jene andern aufnehmen, mit großenKosten abgeändert. So wurden in London seit 1860 die unerträglichen Mißstände, welcheaus der Einleitung des Wassers in die Themse innerhalb der Stadt entstanden waren,durch große Abfangkanäle an beiden Ufern, welche die Abwässer 30 Ion stromabwärtsführten, beseitigt, jedoch nicht so radikal, daß nicht später weiter abwärts ähnliche schlimmeVerhältnisse wieder Platz gegriffen hätten. Als eine Weiterentwickelnng dieses Absang-systems kann das Parallelsystem betrachtet werden, nach welchem die Hanptkanäle, wie

52 b. Entwässerung von Aertin (r2 Radialsysterne).

ö- B. in Frankfurt a. M. geschehen, annähernd parallel der Thalachse gelegt und gewöhnlicham unteren Ende zusammengeführt werden. Es entspricht diese Anordnung dem Schach-drettsystem des Straßennetzes. Bei fächerförmigem Stadtplan kann man von einem Ring-ader Zonensystem sprechen, denn hier folgen die Hauptsammler den Ringstraßen, wiein Köln , wo außerdem ein Abfangkanal längs des Rheines die Leitungen der innerenStadt zusammenfaßt. In ganz großen Städten, wie Berlin , wird die Anlage in keil-förmige Teilstücke zerlegt, welche je besonders durch strahlenförmig verlaufende Hauptkanäleentwässert werden. Es ist dies das sogenannte Radialsystem.

Ihre schließliche Ausmündung finden die Kanalwässer entweder in einem Flußlaufoder auf einem znr Aufsaugung der Abwässer geeigneten Landstücke. Kann die Aus-mündungsstelle mit gewöhnlichem Gefälle nicht erreicht werden, so muß eine Pumpstationeingerichtet werden. Zu diesem Zweck wird zunächst ein Sandfang angelegt, d. h. ein kreis-förmiges unten geschlossenes Becken, welches durch ein Gitter geteilt wird, das den Zweckhat, gröbere Unreinigkeiten, als Holzstücke, Lappen, Scheuertücher, Stroh, Papier zurück-zuhalten. An der einen Seite des Gitters mündet der Hanptsammelkanal, ,an der andern

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