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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.
hat, nach den oberen Teilen des Kanalnetzes zu drängen und dort Belästigungen hervorzurufen,so sind mehrere Bentilationstürme hergestellt, um hierfür einen freien, hochgelegenen Nus-mündungspunkt zu bieten. In zwei Füllen ist der Raum alter Warttürme nutzbar gemacht,um ein schornsteinartiges Rohr darin hoch zu führen, in andern Fällen hat diese AuSmündungdie Form eines 80 in hohen Fabrikschornsteins von 1,40 in lichtem Durchmesser.
Zur Ableitung des Regenwassers in den Straßen sind Einlänfe aus Steinguirohren von0,4ö in Durchmesser, mit frvstfreiem Wasserverschluß und mit Sandfang versehen, angeordnet.Für die Hausentwässerungsanlagen bestehen strenge Vorschriften, welche die sorgfältigste Aus-nutzung des Gefälles, die Entwässerung der tiefsten Punkte, rasche Ableitung, reichliche Spülungund gehörige Lüftung gewährleisten. Zweckentsprechende Anordnung von Wasserverschlüssen ver-hindert den Eintritt der Kanalluft in die Häuser.Die Leitungen für die Klosetts bestehen ausinnen asphaltierten gußeisernen Röhren mit Blei-dichtung, sonst kommen im Innern der Häuserteils Thonröhrcn, teils gußeiserne Röhren zurAnwendung.
Wie oben dargelegt, wird bei gewöhnlicherWitterung das gesamte Schmutzwasser durch dieHauptauslaßsiele des Thalsystems bis 4,s binunterhalb der Stadt geleitet,während bei Hvchwasser undstarkem Regenwetter die Rot-auslässe in Thätigkeit treten.Diese Ausmündungen sindderart hergestellt, daß ein höl-zernes Rohr unter schiefemWinkel lveit in den Flußhineingeführt und mit seinerOberkante der Flußsohle gleich-gelegt wurde, so daß die Ab-wässer in den stärksten Strom-strich anstreten. Von denbeiden Hauptsammlern desThalsystems tritt der links-mainische mit gewöhnlichemGefttlle in das auf derSachsen-hauser Seite gelegene Klär-becken, der rechtsmainischeunterschreitet den Fluß durcheinen sogenannten Duck er.Dieser besteht aus zweischmiedeeisernen Röhren vonje 760 mrn Durchmesser, vondenen eine dem regelmäßigen,die andre dem erhöhten Zu-flüsse dient. Für außergewöhn-liche Fälle führt auch hier einNotauslaß direkt in den Main .
Die Klärbeckenanlageist im wesentlichen eine unter-Urntilationsturm irdische überivölbte Kammer,aus vier Parallel dem Flusselaufenden Becken bestehend,denen am oberen Ende die Zu-leitungs-, am unteren Ende die Ableitungsgalerie vorgelegt ist. Die Zuleitungsgalerie ist amnördlichen Ende zu einem halbkreisförmigen Sandfang ausgebildet, in welchen der Dücker und dasSachsenhäuser Auslaßsiel die Abwässer einführen. Zwei Notauslässe gestatten den unmittelbarenErguß dieser beiden Siele in das Ausmündungssiel, wenn der Zufluß die Leistungsfähigkeit derKlärbecken übersteigt und infolgedessen eine genügende Verdünnung der Abwässer eingetreten ist.Aus dem Sandfang tritt das Sielwasser unter Eintauchplatten und dann durch Siebe in dieZuleitungsgalerie, aus letzterer durch absperrbare Schlitze in die einzelnen Becken. Jedes derletzteren hat einen Nutzinhalt von 1100 vbrn, so daß das Wasser in jedem Becken etwa sechsStunden verbleibt. Die Durchflußgeschwindigkeit beträgt am Einkauf 5, am Auslauf 3, imDurchschnitt 4 nun pro Sekunde. Die Becken sind oben 6 in, unten 5,4 in breit und 82,4 inlang, am Einkauf 2 in, am Auslauf 3 in tief. Am unteren Ende angelangt, fließt das geklärteWasser über das Ablaufwehr in die Ableitungsgalerie und von da durch das Ausmündungssielin den Main .
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