Beseitigung der flüssigen und festen Abfallstoffe. 52g
welche, durch Hügelriicken vom Main und der Nidda getrennt, um nahezu 3 in tiefer in denMain auslaufeu, als der Hochwasserspiegel an der Sachsenhäuser Brücke liegt. In diese Gräbenmündet bei Hochwasser je ein Notausläß jener Kanalstränge, während bei Niedrigwasser um-gekehrt das Wasser jener Gräben zur Spülung der Siele benutzt wird.
Die gemauerten Kanäle liegen in Tiefen von 2,5 bis lO in, im allgemeinen jedoch 4,5bis 5,0 m unter der Straßenoberflüche und sind ihrer Größe nach in acht Klassen geteilt, von1,6V zu 2,io na bis 0,57 zu 0,85 in Lichtmaß. Außerdem sind Thonrohrkanäle von 0,38 und 0,30 inDurchmesser verwandt. Ihrem Zwecke nach werden unterschieden: Nebensiele, welche das Haus-wasser und die größte Regenmenge abzuleiten im stände sind: Nbfangsiele, welche groß genug sind,um die außergewöhnliche Regenmenge bis zum nächsten Notauslaß zu führen,' Hauptsiele, welchedem normalen Regeusall angepaßt sind. Hierbei ist das Hauswnsjer mit 150 1 für Kopf undTag, das Sturmwasser mit 12 bis 30 l für Hektar und Sekunde, das Schinutzwasser zusammenmit dem normalen Rcgenfall mit 3 I für Hektar und Sekunde gerechnet. Die gemauertenKanüle sind sämtlich eiförmig im Querschnitt. Kreisrund sind nur die Notauslässe, die Aus-lullnduugen und die Spülbehälter, sowie die Thonrohre. Zahlreiche der gemauerten Siele sindder Enge der Straßen wegen durch Tunnelbetrieb hergestellt.
KW8
'MMWM
-LMLltlio
SL6 u. 527. Entwühcrimssanlagc in Frankfurt a. M.: Sritcuringmig mit Kpiilthiirc.Nach „Frankfurt u. I. Bauten".
Die Gefalle der Leitungen sind im oberen System stärker, im unteren schwacher, von1 zu 200 bis zu 1 zu 1000, in den Hauptsieleu bis 1 zu 3000 angelegt, und ss hat sich gezeigt,daß die starken Gefalle da, wo kleine Wasscrmengcn, und die schwachen Oesalle da, wo großeWasscrmenqen abzuführen sind, genügen, um alle organischen Bestandteile ohne Aufenthaltzu beseitigen. Auf diese selbstthätige ununterbrochene Fortschweinmung ist das Hauptaugenmerkgerichtet worden. Die Kanalsohlen sind ohne jeden Sand- und Schlammfaug ausgeführt, jedeAnsammlung stehenden Wassers ist vermieden; der Spülstrom verstärkt sich durch die untereSpitze der Eiform, alle Biegungen gehen in großen sanstgcführten Bogenlinien. Außen ein sindausgiebige Spülvorrichtungen angeordnet. So ist auf der Frankfurter Seite im Norden fürdas Berasystein, im Nordwesten am Ketienhofgrabcn und im Osten für das L.hal ystem je eingeräumiger Spülbehälter in Gestalt einer beträchtlich erweiterten Kanalstrecke hergestellt, welchedas Wasser dort vorhandener Bäche zu SPülzwecken nutzbar machen, ferner dient an denoberen Enden des Berqfystems das überschüssige Wasser der Quellivasierleitimgen und alterGrundivasserableituugeiü dem gleichen Zweck. An der Sachienhauser Serie ist gleichfalls fürjedes System je ein natürlicher Wasserlauf der gleichen Absicht dienstbar gemacht. 11m dieSpülung nach Bedarf leiten zu können, ist das ganze Kanalnetz, m welchem alle stumpfenEndigungen vermieden sind, mit Spülthüren und Schiebern ausgestattet, lvelche es auch bewirken,daß das untere Netz durch den Abfluß des oberen gespült werden lann. Serteuelugange zu denSpülthüren führend, Mannlöcher, welche senkrecht in den Kanal heruntei gehen, ^ampenloch-schachte zur Revision der Thonrohrstränge, zahlreich angebracht, ermöglichen es, das Kanalnetzlhunlichst zu begehen und überall zu kontrollieren.
Zur Lüftung der ganzen Anlage dienen außer den ^ampenlochschachten noch zahlreiche30 bis 40 rn voneinander entfernte Entlüftungsröhren, die voni^ Sielschcitel bis zur Straßen-oberfläche hinaufreichen und mit einem Roste bedeckt find. H-erner sind alle aufsteigendenRöhren der Hausentmässerungen, soweit deren obere Ausinuiidung sich nicht in der Nahe vonDachfenstern befindet, zur Lüftung benutzt. Der Gang der Lüftung ist m der Regel der, daßdie Außenluft durch die an der Straßenoberflüche mündenden Rohre eintritt und,1111 Kanalerwärmt, durch die Röhren der HauSleitungen abzieht. Da >m Winter die Srelluft die Neigung