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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.
der Halle ist, wenn nur einigermaßen übersichtlich, von keiner Bedeutung, doch ist dieRechteckform wohl die am meisten vorkommende.
Hallen zum Verkauf von Getreide, in Deutschland weniger üblich als in Frankreich ,unterscheiden sich von den vorigen nur dadurch, daß neben demVerkaufsräume noch Speicherräume zur Magazinierung der nicht ver-kauften Frucht vorhanden sind. Einfahrten für Wagen oder doch min-destens Ladeperrons an den Außenseiten der Halle sind erforderlich.
Wenn wir im nachstehenden aufdie Lebensmittelversorgung einigereuropäischer Großstädte kurz ein-gehen wollen, so müssen wir vor allemLondons gedenken. Die Stadt Lon-don , aus einer Anzahl örtlich verbun-dener, in ihrer Verwaltung getrennterGemeinden bestehend, hat 40 — 50öffentliche Märkte, welche teils für denGroßhandel, teils für den Kleinhandelbestimmt sind. Im Kern der Stadtjedoch, der City, sind von der Kor-poration der letzteren in den Jahrenvon 1860—1880 vier Großmärktegeschaffen worden, welche die Ernäh-rung von 4 Millionen Einwohnernin zweckmäßigster Weise regeln. Essind dies einesteils die Smithfield-Märkte, bestehend aus zwei annäherndgleich großen Hallen für Vegetabilienund für Geflügel und einer größerenDoppclhalle für Fleischverkauf, undanderseits der Fischmarkt zu Bil-lingsgate an der Themse , um dieTransporte unmittelbar aus den See-schiffen aufzunehmen. Erstere sind imKellergeschoß durch einen Güterbahnhofunterirdisch mit sämtlichen in London einmündenden Eisenbahnlinien verbun-den. Durch diese ausgezeichnete Ein-richtung sind die Markthallen nichtallein mit den entferntesten Produk-tionsgebieten des eignen Landes inunmittelbare, sondern mittels der Häfenauch mit allen auswärtigen Plätzen inengste Verbindung gebracht, so daß ohneZeitversäumnis mit äußerster Sicher-heit und größter Billigkeit die Pro-dukte der ausländischen Zufuhr, wiedie Erzeugnisse des eignen Landes denMarkt der Hauptstadt erreichen. DieAnlage von Smithsield nimmt eineFläche von 75 na Breite und 400 wLänge ein, welche durch drei Querstraßen geteilt ist. Zwei dieser Straßen sind offenund trennen die obengenannten drei Hallen, die dritte überdeckte führt quer durch dieFleischhalle. Letztere ist außerdem durch einen 7,e in breiten Längsgang und 6 je 5 ,s mbreite Qnergänge derart zerlegt, daß 16 Abteilungen entstehen, innerhalb deren im
S40 u. S4l. xirr Fisthnmrkt in Gstrndr (Querschnitt u. Grundriß).Nach „Keilschrift f. Bauwesen."