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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Lebensmittelversorgung der Städte: Markthallen.

fallen, während der Rest in die den Marktplatz mit-gebenden Verkaufsständc, die Gastwirtschaften und eineArkade am Fluß entfällt. Der freie Markt hat als DeckeMansardendächer mit Oberlicht in dem flacheren Teil.

Er wird von einer 9 in breiten Galerie, den Stockfischmarktenthaltend, durchschnitten.

Fast alle bedeutenderen englischen Städte sind mitälteren oder neueren bedeckten Märkten versehen.

Die Zcntralmarkthallen zu Paris , seit 1848erbaut, erheben sich auf demselben Platze, auf welchemschon seit dem 12. Jahrhundert Schuppen und seit dem16. Jahrhundert bedeckte Galerien bestanden. Die Ge-samtanlagc nimmt 87 790 Hin ein, von denen 21080 gmauf die östliche, 19 310 gin aus die westliche, durch denBoulevard des Halles von jener getrennte Gebäude-gruppierung, 3800 Pu auf die Getreidehalle, der Restauf die Straßcnanlagcn entfallen. Von den zwölf ein-zelnen Pavillons der beiden Gruppen sind zehn voll-endet, welche zu sechsen und zu vieren durch bedeckteStraßen verbunden sind. Drei Pavillons sind aus-schließlich für den verstcigcrnngsweiscn Großverkauf vonWild, Geflügel, Austern, Käse, Eiern, Früchten, Ge-uiüs^n und Blumen bestimmt. Der Schlachtfleischverkanffindet im Zentralschlachthofe zu La Billette statt. DieBeleuchtung der Hallen ist eine basilikale, d. i. sie erfolgtvorwiegend durch die vertikalen Teile der stufenweise sicherhebenden Dächer, nach dem Muster der antiken Ba- ^silika. Die Hallen sind ganz unterkellert. Die geplanteunterirdische Eisenbahn zur Verbindung mit den Haupt-verkehrslinien hat sich noch nicht verwirklichen lassen.

Außer den Halles centrales enthält Paris eine AnzahlKleinmarkthallen für den Einzelverkanf. Nach demPariser Vorbilde besitzen alle größeren und viele klei-neren Städte Frankreichs ihre Markthallen.

Die belgischen Markthallen sind den französischen Nachgebildet. Als originell ist die ringförmige Fischuiarkt-halle zu Ostende am Kopfende des Fischereihafens er-ivähnenswert, welche einen unbedeckten kreisförmigenPlatz von 46 iu Durchmesser umschließt. Sie ist nachdiesem Platze zu offen. Italien , das noch sehr alte,siber wenig umfangreiche Marktarkaden besitzt, geht nachfeiner politischen Wiedergeburt gleichfalls, namentlichemFlorenz und Mailand , mit modernen Hallen vor. ^nder Schweiz und in Österreich sind hierin geringeFortschritte zu verzeichnen. Wien hat eine Großwarkt-halle und sechs Kleinmarkthallen.

In Deutschland ist seit 1886 Berlin mit gutemBeispiel vorgegangen. Die Zentralmarkthalle ea-felbst am Bahnhof Alcxanderplatz wird zum Teil aml^roß-, z»m Teil als Kleinmarkthalle benutzt. See hcstunmittelbaren Gleisanschluß an den StadtbahnhosAlexanderplatz . Die Viaduktöffnnngeu^ des Anschlussesfinden mit nahezu 2000 Pn Grundfläche noch alsMarktranm für den Großhandel Verwendung. Mit

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S44 u. S4ö. Die Mariinilinna-Getrridchaiic zu München , erbaut von Arch. Muskat <Anstcht und Grundriß).