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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.

Liesen zusammen bildet die Anlage ein Rechteck von 117 m Länge und 99 in Breite, imganzen 11 600 gm. Der Hauptranm besteht aus drei je 20 in weiten, 56,s."> in langennach dem System der Basilika beleuchteten Hallen, welche durch schmale zweigeschossigeGänge getrennt sind, die sich an den Umfangswänden als Galerien fortsetzen. Letzteresind als Verkaufsstände, Lagerräume und Kontors ausgenutzt. Das Erdgeschoß enthält1711 gm als Großverkehrsräume und freie Stände, 3753 gm in 790 eingefriedigtenFleisch- und Fischverkaufsständen, außerdem Lager, Kontors und Gastwirtschaft. DerKeller kommt mit 4609 girr Lagerraum noch hinzu. Fahrstühle und Treppen vermittelndie Beförderung der Güter. Eine Anzahl Kleinmarkthallen sind in Berlin teilsfertig, teils im Bau.

Von andern deutschen Markthallen nennen wir die in Frankfurt a. M. vomJahre 1878, ein Rechteck ganz in Eisenkonstruktion von 4000 gm Grundfläche bei34 m Breite und 116,s m Länge, mit Galerien umzogen und durch eine Quergaleriegeteilt. Hannover hat 1892 eine gleichfalls ganz in Eisenkonstrnktion hergestellte 48 m

b46. NindcrMlachthallc aufdem Zcntrowirhmllrkt und Kchlachthof Berlin (Arch. Blankenstein). Querschnitt.

breite und 84 m lange, der Frankfurter in der Anlage fast ähnliche Halle eröffnet. Die1891 eröffnete Leipziger Halle, auf einem unregelmäßigen Grundstück, etwa in der Formeiner Pfeilspitze errichtet, bedeckt 8745 gm. Der nutzbare Raum im Erdgeschoß beträgt3648 gm, von denen 1178 gm dem Großverkehr, der Rest für die Verkaufsstände desKleinverkehrs dient. Umfangsgalerien und mehrere Quergalerien bieten noch ferner1719 gm. Der Keller enthält außer Lagerräumen auch eine Kühlanlage. Die Außen-wände sind in sehr stattlicher Steinarchitektur, mit Uhrturm auf der spitzen Ecke desGrundstücks, gehalten. Das Innere zeigt leichte gefällige Eisenkonstruktion. Dresden und Lübeck haben kürzlich Markthallen kleineren Umfangs gebaut.

Von den Getreidehallen ist eine der ältesten die von 1763—1767 erbaute Halleaux Blcs in Paris , welche einen Teil der Zentralmarkthalle bildet. Ein kreisförmiger Hosvon 40 m Durchmesser, wird von einer ringförmigen Galerie umgeben, welche in ihremhochgewölbten Dach Speicherräume enthielt. Der Hof wurde später mit einem hölzernenKuppeldach versehen, welches nach einem Brande durch ein eisernes ersetzt wurde. Seit 1889dient das Gebäude als Handclsbörse. Kleinere Getreidehallen sind in Frankreich vielfachvorhanden. So die von Rennes , rechteckig, etwa 27 zu 34m groß, mit einem erhöhtenMittelban, darüber liegendem Speicher und umgebenden Seitenkolonnadcn. Eine größeredeutsche Halle ist die Maximilians-Getreidehalle zu München , 1851 errichtet: ein