Die Lebensmittelversorgung der Städte: Viehhöfe. 547
Stallvorrichtung eingerichtet. Erstere wiederum sind entweder seitlich offen, wie sie inTurin und Berlin ausgeführt find, oder mit Mauern umschlossen, wie in Dresden ,Leipzig, Hannover . Die Hallen Pflegen sehr breit und lang zu sein. Das Dach ist durchhölzerne oder eiserne Säulen gestützt, welche durch einfache Barrieren verbunden sind.In der Mitte geht der Länge lang ein Gang von mindestens 2 in Breite, von ebensobreiten Quergängen durchschnitten. Die Tiere werden mit den Köpfen an die Barrierengebunden. Schmale Gänge zwischen je zwei Reihen Tiere, am Schwanzende, ermöglichenes, jedes Stück genau zu besichtigen. Die mit Stallemrichtung versehenen Hallen sindbei schmalen und langen Abmes-sungen vollständig mit Mauernumschlossen und durch Zwischen-wände in größere und kleinereAbteilungen gesondert, innerhalbderen wieder an Stelle der Bar-rieren Krippen treten, an welchedie Tiere gebunden werden. DieVerkanfshallen für Kälber sindin der Regel mit Stallvorrichtnngversehen, da die Schwierigkeitihres Transports dazu zwingt, siedort zu belassen, wo sie zumFüttern und Übernachten einge-stellt sind. Für Schafe werdeninnerhalb der Hallen Buchten ausGitterwerk oder Lattenzännen her-gestellt. S ch w ein e Verkaufshallendienen stets zugleich als Ställe.
Es sind in der Regel große mas-sive umschlossene Räume, welchedurch niedrige Wände in Buchtenabgeteilt sind, die sämtlich auf dieLängs- und Qnergänge stoßen.
Die Börse auf großen Vieh-märkten ist ein geräumiger Saal,welcher zugleich als Gastwirtschaftbenutzt wird, da es unter denHändlern Sitte ist, den Kauf-abschluß durch einen Trunk zubekräftigen. Die Bedeutung dersonst noch genannten Baulichkeitendürfte ohne weiteres klar sein.
Eine großartige mustergül-
ist der Schlachthof und Einwohnern, 1876-78 von
Viehmarkt zu München , einer Stadt von uvcr
Zenetti ausgeführt. Beide Höfe sind durch eine breite ? < - ' s ^.
schließt sich mittels eines doppelten Schienengeleises ^ den Sudba nhof an D «Gesamt
fläche der Grundstücke beträgt 101 059 gm von denen ^ ^ 5 varallele Ke
fahrten beider Lwfe liegen sich gegenüber. Die Schlachthäuser sind sech. parallele Ge-bäude, von denen für das Großvieh drei, für das Klemvieh zwei und für Schwemceins bestimmt sind. Diese Gebäude, nach dem Hallensysicm errichtet sind ;e ^0 "r langund 15 in breit, bis auf die Schweineschlachthalle, welche 20 in b^it tzt ^ede Halleist durch einen Mittelgang in zwei Abteilungen getrennt. An der Seite der Schwerne-schlachthalle schließt sich das Schlachthaus für Pferde und für krankes Vieh an, sotme derDüngerhof und, in einem besonderen Pavillon, d-e Knttelei nebst Kesselhaus. Zwischen
Seklseklkof.
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SSI,. Lascpl-N des sich- und KchlachtlMfrs in Münchc».Nach Zenetli.