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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.

am Lande ist das städtische Donanbad zu Wien , 1876 eröffnet. Es ist, um die Schiff-fahrt nicht zu stören, in das Ufer eingebaut. Die durch massive Mauern gesichertenUferwände schließen einen Raum von 175,4 in Länge und 48,7 in Breite ein, dessenBoden an der tiefsten Stelle 3,8 m unter dem Normalwasserstand liegt. Die Zuleitungund Ableitung des Wassers erfolgt durch gewölbte Kanäle. Die Anstalt hat ein großesSchwimmbassin mit einer Wasserfläche von 74,?s in Länge und 44,i? in Breite, dessenSohle der natürliche Kiesboden bildet. Es ist von einem 2,s in breiten, mit Geländereingefaßten Gange umgeben, welcher auf Pontons schwimmt, 55 ein über dem Wasser-spiegel erhoben und durch Treppen von den auf Pfählen ruhenden Auskleidekabinen zu-gänglich ist. Außerdem sind noch zwei kleinere Bassins für Männer und zwei ebensolchefür Frauen vorhanden, deren hölzerne Bohlenböden durch Schrauben gehoben und ge-senkt werden können, ferner 15 Einzelbäder. Im ganzen bietet die Anstalt bei 5314 yrn

Gesamtwasserfläche, 344 Aus-kleidezellen, 928 Kleiderschrän-ken und 15 Einzelbädern Raumfür 1287 Badende, wobei aufjeden Badenden 4,i Hin Wasser-fläche entfällt. Nebenräume sindin den Ecktürmen untergebracht.Ein Verwaltungsgebäude mit Re-staurant und ein Maschinenhauszum Betrieb der 32 Duschen undder Wäscherei stehen oberhalbund unterhalb der Anstalt aufdem festen Lande.

Mit auf dem Lande erbautenBadeanstalten, welche durch künst-liche Wasserzuleitung gespeist wer-den, ging England voran mitder'ersten 1842 eröffneten Wasch-und Badeanstalt zu Liverpool ,welcher sowohl dort wie inFrank-reich bald andre folgten. Dieseälteren mit Waschhäusern verbun-denen Anstalten enthielten zunächstnur Zellenbäder für Männer undFrauen. England fügte in den

S6S. Gffrntlichc schwimmende Aodeoilstult für Fronen und Mädchen fünfziger Jahren das Schwimm-in Kamdnrg (in der Bille). Nach „Hamburg u. s. Bauten. bafstn hinzu. Die WiedereinfÜh-

-> Wascheräume. 8 Bat'wärärin. « Em,klkabinette. a aeweimchaftlich- Kabinette, rilNa des römiickieN SckNviÜblldes« offene Hallen, k Bedürfnisanstalten, 8 Küche, Geichirr, ! Dusche. . . ' ^ ^ ^ .

beginnt erst 1856 m Irland imBartherschen Bade zu St. Anus Hill bei Cork. In Österreich und Deutschland über-nehmen Wien mit dem Sophienbad und Dianabad, und Hamburg mit seiner 1855 nachenglischem Muster errichteten originellen kreisförmigen Wasch- und Badeanstalt die Führung.

Neuerdings hat man in Deutschland, wie auch in Belgien , auf die in England undFrankreich noch übliche Verbindung der Badeanstalten mit den Waschanstalten ganz ver-zichtet. Man legt aber um so mehr Gewicht auf die Anlage eines Schwimmbassins, odernoch besser, zweier Schwimmbassins für Männer und Frauen. Neben den Wannenbäderndürfen römisch-irische Schwitzbäder und russische Dampfbäder nicht fehlen. In zahlreichendeutschen Städten ist man in dieser Richtung mit zweckmäßigen, zuweilen luxuriös aus-gestatteten, öffentlichen Badeanstalten vorgegangen. Eine mustergültige Anlage istdas in den Jahren 1884 bis 1886 mit städtischer Unterstützung erbaute Hohen-stanfenbad in Köln am Rhein . Die Grundrisse sind nahezu symmetrisch so ge-ordnet, daß von der in der Mittelachse am Hohenstaufenring belegenen Flurhalle rechts