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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Beleuchtung.

verschiedenen Brennertypen unter den günstigsten Bedingungen bezüglich des Gas-verbrauches entspricht, so verhalten sich dieselben:

Schnittbrenner: Arqandbrenncr: Reqenerativbrenner:wie 3:2: 1,i

das heißt, die Ersparnis an Gas für gleiche Lichtabgabe ist bei der Beleuchtung mitRegenerativbrennern etwa dreimal größer als bei Schnittbrennern und etwa zweimalgrößer als bei Argandbrennern; diese Ergebnisse sind durch die weitere Verbesserung derRegenerativbrenner aber zu deren gunsten sogar noch übertreffen worden. Was die Glüh-lichtbrenner anbelangt, so haben dieselben bezüglich des Kostenpunktes der Lichterzengungdie elektrische Glühlampe mindestens um das Dreifache übertroffen.

Aas elektrische Licht.

Obgleich das elektrische Licht unter den hauptsächlichen Mitteln für künstliche Licht-erzeugnng, das Gasglühlicht ausgenommen, das jüngste ist, so hat es sich doch, und zwarin verhältnismäßig sehr kurzer Zeit, zur relativ höchsten Vollkommenheit im Beleuchtnngs-wesen entwickelt. Den Elektrotechnikern ist es überhaupt zu verdanken, daß auch aufden übrigen Gebieten des Beleuchtungswesens frisches Leben erwachte und ungeahnteFortschritte in rascher Aufeinanderfolge errungen worden sind. Noch im Jahre 1872wußte der berühmte Technolog Karl Karmarsch in Hannover in seiner Geschichte derTechnologie am Ende des Abschnittes über „Erleuchtung" nach einer längeren Be-schreibung des Drnmmondschen Kalklichtes nur folgendes über das elektrische Licht zusagen: „Schließlich ist des elektrischen Lichtes zu gedenken, welches Humphry Davy imJahre 1822 entdeckte, und das man in neuerer Zeit auch beim Photographieren zur Nacht-zeit oder in finsteren Räumen, zur Erhellung von Bauplätzen bei Nachtarbeit u. s. w. an-wendet. Eine sich selbst regulierende, zur stetig gleichbleibenden Entwickelung des elektrischenLichtes bestimmte Vorrichtung ist von Foucanlt in Paris 1849 angegeben und von Dubosqverbessert worden." — Und an einer andern Stelle bei einem allgemeinen Rückblick ausdie Entwickelung der Physik heißt es in demselben Werke: „Sind an den Enden der vonbeiden Polen einer kräftigen Batterie hergeführten Leitnngsdrähte zugespitzte Kohlenstückebefestigt, so erzeugen diese bei der Annäherung zu einander einen Lichtschein von aller-äußerster Intensität; von diesem elektrischen Lichte macht man Gebrauch auf Theatern undstatt des Kalklichtes bei dem Hydroxygen-Mikroskop, auch ist die Beleuchtung öffentlicherPlätze oder ganzer Stadtteile damit mehrfach versucht worden (z. B. in Petersburg 1849von Jacobi, in London 1853), wiewohl bei der praktischen Anwendung mancherlei Hindernisseim Wege stehen." Das ist alles, was Deutschlands größter Kenner der Technik vor23 Jahren vom elektrischen Lichte in einer sonst sehr ausführlichen Geschichte der Techno-logie zu sagen wußte! —

Wir wollen hier nicht das wunderbar rasche Emporblnhen der Elektrotechnik undderen großartige Erfolge zu schildern versuchen, zumal dieser Gegenstand im dritten Bandeeine ausführliche Behandlung erfahren wird, sondern einfach sachlich berichten, soweitdies für unsern Zweck dienlich ist.

Es gibt bekanntlich zweierlei Arten elektrischen Lichtes, die man gewöhnlich kurzwegals das Bogen- und das Glühlicht bezeichnet. Beide Lichterscheinnngen beruhen imGrunde auf der Eigenschaft des elektrischen Stromes: in den von ihm durchstoßenenLeitern Wärme zu erzeugen und zwar am meisten dort, wo er den größten Widerstandzu überwinden findet. Ihr Effekt ist aber ein sehr verschiedener. Das Bogenlichtwurde von Davy 1813 zuerst beobachtet, als er den Strom einer Voltaschen Säule von2000 Plattenpaaren durch zwei einander berührende Kohlenspitzen leitete und dann dieKohlen allmählich voneinander entfernte. Zwischen den beiden Kohlen entstand in Gestalteines ununterbrochenen Fnnkenstromes ein glänzender Lichtbogen. Die genauere Unter-suchung dieses Davyschen Lichtbogens hat dann ergeben, daß er aus Kohlenteilchen besteht,die durch die Gewalt des elektrischen Stromes znr Weißglut gebracht und von der positivenzur negativen Kohlenspitze übergeführt werden. Am Ende der positiven Kohle bildet sich