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Beleuchtung.
Dies wird dadurch bewirkt, daß jede Lampe mit einem ihrem eigenen Betriebswiderstandegleichen Nebenwiderstande ausgerüstet ist, welcher selbstthätig in den Stromleiter ein-geschaltet wird, sobald die betreffende Lampe erlischt. Da bei der Hintereinanderschaltungdie Stromstärke nur nach den einzelnen hierbei hinsichtlich ihres Widerstandes gleichartigzu wählenden Lampen zu bemessen ist, so ist nur eine verhältnismäßig geringe aber gleich-mäßig zu erhaltende Stromstärke nötig, dagegen muß die Spannung, mit welcher dieMaschine den Strom durch die Leitung treibt, nach der Summe der Widerstände derhintereinander geschalteten Lampen, sowie überhaupt nach dem Gesamtwiderstande desganzen Systems bemessen sein. Für uns geht hervor, daß bei einer großen Anzahl hinter-einander geschalteter Lampen die Spannung schon eine bedenklich hohe wird. Da nunaber der Querschnitt der Leitung nicht nach der Spannung, sondern nach der Stromstärkebemessen wird, so ist für das Hintereinanderschaltungssystem nur eine verhältnismäßig dünneLeitung notwendig, und daher sind die Anlagekosten dieses Systems entsprechend niedrig.
Was die Parallelschaltung oder Nebeneinanderschaltung der Lampen an-belangt, so ist dabei jede Lampe mit der Hin- und Rückleitnng durch eine Querleitung ver-bunden, so daß der elektrische Strom sich gleichzeitig durch alle im Betrieb befindlichenLampen zu verzweigen hat. Die Gesamtspannung, mit welcher die Stromerzeugnngsmaschinein diesem Falle die Leitung zu speisen hat, braucht daher nur dem Widerstand der einzelnenLampe einschließlich des Widerstandes der Leitung zu entsprechen, wogegen die Strom-stärke durch die Anzahl der zu speisenden Lampen bedingt ist. Die Regulierung derelektrischen Maschine ist deshalb mit Rücksicht auf die Gleichhaltung der Spannung zu
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bewirken, und daher werden diese Maschinen als Gleichspannungsmaschinen eingerichtet.Im Vergleich zur Hintereinanderschaltung ist also für die Nebeneinanderschaltung ein vielgrößerer, von der Zahl der zu speisenden Lampen bedingter Leitungsquerschnitt nötig, unddie Kosten der Leitungsanlagen werden dementsprechend höhere. Dafür besitzt aber dasParallelschaltungssystem den Vorzug, daß nur eine verhältnismäßig geringe, von der Zahlder zu speisenden Lampen unabhängige Spannung erforderlich ist und daß beim Aus-löschen einer Anzahl der im Stromkreise befindlichen Lampen die Betriebskraft entsprechendverringert werden kann. Dagegen ist bei diesem System mit einiger Schwierigkeit derÜbelstand zu überwinden, daß infolge des in der Leitung eintretenden Spannungsverlnstesdie weiter von der Maschine befindlichen Lampen den Strom mit geringerer Spannungals die näher befindlichen Lampen zugeführt erhalten und deshalb ein merklich schwächeresLicht geben, sobald dieser Spannnngsverlust unter eine gewisse Grenze sinkt. Um diesemÜbelstande entgegenzutreten, ist ein reichlicher Aufwand von Leitungsmaterial nötig, undum ferner bei Auslöschnng von Lampen die Spannung für die übrigen noch brennendenLampen nicht die notwendig zu fetzende Grenze überschreiten zu lassen, müssen geeigneteRegulierungsvorrichtungen, insbesondere aus- und einzuschaltende Widerstände, sowie unterUmständen vorzüglich auch Akkumulatoren zur Aufnahme der zeitweilig überflüssigen elek-trischen Kraft und zur Abgabe bei unzureichender Maschinenleistung vorhanden sein. Hierdurchwerden die Anlagekosten im allgemeinen erhöht, doch ist darauf hinzuweisen, daß durch zweck-mäßige Mitbenutzung von Akkumulatoren auch wiederum Ersparnisse zu bewirken sind undder ganze Betrieb zu einem sehr sicheren, bequemen und regelmäßigen zu gestalten ist.
Das Dreileitersystem, Abb. 676, beruht im allgemeinen darauf, daß die Lampendes Leitersystems in zwei zwischen je zwei Leitungen parallel geschalteten Gruppen hinter-einander geschaltet sind, wobei die Mittelleitung zum Spannungsausgleich dient und sich