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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Heizung und Ventilation.

kann und ein großes Feuer unterhalten wird. 8. Muß ein guter Ofen auch guten Zughaben, wozu allerdings der Schornstein hauptsächlich wirksam ist, aber doch die Ein-richtung des Ofens wesentlich störend wirken kann, wenn die Einrichtung der Züge eineunangemessene oder verfehlte ist. In hohen Stockwerken, wo die Zugkraft des Schorn-steines sich vermindert, darf z. B. kein Ofen mit auf- und abwärtsgehenden Rauchkanälenangewendet werden, sondern die Kanäle müssen ohne viele Richtungsveründernngeneinfach aufwärts gehen und genügend weit sein. Oft kann der Zug eines Ofens dadurchmerklich verstärkt werden, daß die Abzugsöffnung, welche hinten am Feuerraum in denersten Rauchkanal einführt, durch Einsetzen eines Stück Dachsteins entsprechend verengtwird. Bezüglich der Einführung der Rauchrohre in den Schornstein ist zu vermeiden,daß zwei Rauchrohre sich direkt einander gegenüberstehen, weil dadurch der Zug ausbeiden Rohren gegeneinander stößt und somit eine Störung erfährt. Bezüglich der Rauch-verminderung ist noch zu bemerken, daß bei Beginn der Feuerung nur verhältnismäßig

wenig schwer entzünd-licher Brennstoff aufzu-legen, ist und daß manbei Auflegen frischenBrennstoffes die glühen-den Kohlen erst nachhinten schiebt, damit dieaus dem frisch aufge-gebenen Brennstoff sichentwickelnden Gase überdie glühenden Kohlenstreichen und dadurchverbrennen, bevor sie imSchornstein entweichen.

Die ältesten Öfenwurden als Kachel-öfen aufgebaut unddem Kunstsinn der Zeitentsprechend mehr oderminder geschmackvoll ge-formt und verziert. Alseine der ältesten, aberauch noch gegenwärtigin manchen Gegenden

SSl-öSS. Verbesserter Ncrlincr Kachelofen. benutzten Öfen hat der

russische Kachelofen

(Abb. 689—693) zu gelten; derselbe ist seiner Größe und massigen Gestalt wegen fürLänder mit sehr kalten Wintern recht gut geeignet und besonders füp Holzfeuerung passend,also in Rußland , wo im Innern des Landes meist noch ein großer, sonst wenig aus-nutzbarer Holzreichtum vorhanden ist, wohl passend.

Die inneren Scheidewände, sowie der Mantel sind von bedeutender Dicke auS Ziegelsteinenund Lehm hergestellt, so daß sich dann viel Wärme von dem kräftig brennenden Holzfeuer auf-sammeln kann. Der Feuerraum k ist nach hinten bis etwa zur Hälfte mit einem ziemlichstarken Gewölbe überdeckt. Im Horizontalqnerschnitt Abb. 690 geht dieses Gewölbe bis o,wo die Flamme in den ersten aufsteigenden Rauchkanal zieht, welcher durch das Gewölbe biszur Hälfte des Querschnittes verengt ist, um einen kräftigen Zug hervorzurufen. An jederBiegungsstelle der vertikalen Nauchkanäle ist eine ähnliche Verengung zu gleichem Zwecke vor-handen, doch ist dabei ein gut ziehender Schornstein und, wie schon gesagt, ein kräftiges Holz-feuer vorausgesetzt, denn andernfalls würden diese Verengungen den Zug hemmen. Aus deinKanal k geht der Zug abwärts in den Kanal 2, wendet sich dann durch die Öffnung a auf-wärts in den Kanal 3 und aus diesem durch die Öffnung g in den Kanal 4 abwärts gegendas Gewölbe des Feuerranmes. Hierauf geht der Zug oberhalb der Decke 5 im Kanal 5 aber-mals empor, durch die Öffnung 7 im Kanal 6 wieder hinunter und endlich durch die sogenannteGusche, worin sich der Schieber zum Absperren des Zuges befindet, in den Schornstein. Auf