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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Einzelheizung. Die Thonöfen.

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diese Weise wird eine sehr gute Wärmeausnutzuug erzielt. Die Einrichtung der Gusche ist inAbb. 689—692 dargestellt: dieselbe besteht aus einer quadratischen Gußeisenplatte, die,, in derMitte eine kreisförmige Öffnung hat und in Abb. 690 bei 7 sichtbar ist. Diese runde Öffnunghat etwa 8 oin Durchmesser und ist mit zwei konzentrischen kreisförmigen vertikalen Rippen ver-sehen, wie in Abb. 693 bei b sichtbar ist. Auf diese Vorsprünge kommen zwei Deckel zu liegen,von denen der größere, mit einem Handgriff versehene den kleineren überdeckt, so daß ein dichterVerschluß vorhanden ist. Diese Deckel werden nach Abbrennen des Feuers durch eine besondereThür eingelegt.

Verwandt mit dem russischen ist der sogenannte Berliner Kachelofen (Abb. 694bis 699). In diesem ebenfalls zweckmäßig gebauten und als Wärmesammler eingerichtetenOfen geht das Feuer in abwechselnd sich ausbreitenden und verengenden Zügen vomFeuerraume 1 im mittleren Teile des Man-tels aufwärts und gibt durch die eiserneWärmeröhre r, noch bevor die Kacheln sichdnrchhitzt haben, Wärme an das Zimmer ab,um ein rascheres Anheizen zu bewirken. Ander Decke des Ofens teilen sich die vertikalenKanäle beiderseits in zwei vorn und hintenbis an die Eisenplatte 2 abwärtsfnhrendeZüge. Die erwähnte Eisenplatte überdecktzwei horizontale Lnftkanäle, durch welchedie am Fußboden befindliche kältere Luft inzweckmäßiger Weise erwärmt wird. Auf derPlatte 2 gehen sie alsdann beiderseits wiederaufwärts und vereinigen sich unter der Ofen-decke, um in den Schornstein einzumünden.

Die Wärmeröhre ist als ein wichtiger Teildieser Ofenkonstrnktion zu betrachten, indemdadurch nicht nur ein rascheres Anheizen desZimmers, sondern auch eine nicht unwesent-liche Brennmaterialersparnis erzielt wird.

Man hat die Kachelöfen als Ventilationsöfeneingerichtet, indem man reine Anßenlnft durchbesondere Kanäle von unten in den Ofeneinführt, so daß sich die Luft innerhalb desMantels erwärmt und oberhalb in das Zim-mer ausströmt.

Die Eigenschaft der Wärmeaufspeiche-rung ist, wie schon erwähnt wurde, bei denThonöfen im allgemeinen mit dem Übelstandeverknüpft, daß ein verhältnismäßig lang-sames Anheizen stattfindet, welches durch dieerwähnte Wärmeröhre des oben beschriebenenBerliner Ofens doch nicht immer in erwünschtem

700—703. Thoneistnofni von Morlok.

Maße gefördert wird. Um diesenÜbelstand zu beseitigen, hat man dünne Eisenwände, welche der Wärme leichten Durch-fluß gewähren, mit dicken, die Wärme sammelnden und nur langsam entbindenden Thon-wänden im Ofenkörper kombiniert und sogenannte Thoncisenöfen hergestellt. Einderartiger, schon älterer, rationell konstruierter Ofen ist der vom Württembergischen Ober-baurat G. Morlok schon vor etwa dreißig Jahren entworfene Fahenceofen (Abb. 700bis 703), wobei zugleich der Zuführung frischer Luft Rechnung getragen ist.

Der Ofen wird vom Zimmer aus mit Kohlen oder Koks geheizt und hat, wie dieAbb. 700—703 erkennen lassen, die folgende Anordnung.

Der rechteckige Ofenschacht ist aus glasierten, ausgefütterten Kacheln hergestellt und imunteren Teile zur Aufnahme des freistehenden Feuerkastcns etwas erweitert, so daß für dieAusdehnung dieses Kastens genügender Spielraum bleibt und die Hintere Seite zum Schutzgegen die Flamme mit feuerfestem Thon verkleidet werden kann. Dieser gußeiserne Feuerkastenist oberhalb auf etwa fünf Sechstel feiner Länge halbkreissörmig geschlossen, um die Flamme am

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