Band 
Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
Seite
650
JPEG-Download
 

650

Heizung und Ventilation.

hält. Dann wird die Klappe v halb zugedreht und die Thür 0 ganz geschlossen. DurchZiehen an der Stange 0 wird der Rost von Asche und Schlacken befreit.

Alle diese Öfen sind für die Verwendung fester Brennstoffe bestimmt. Man hat aberauch Versuche gemacht mit Öfen, die zur Benutzung von Petroleum eingerichtet sind; beidenen ist die Konstruktion des Brenners von besonderer Wichtigkeit. In Abb. 721 — 723 istein derartiger „Petroleumdampfbrenner" (Patent Gerson Brehm, Joseph Rosenthalund Friedrich Bartosch in Wien ) dargestellt. Das Wesentliche der Einrichtung bestehtdarin, daß der zu vollständiger Vergasung des Petroleums dienende rohrartigc Apparatin achsialer Richtung in die Flamme hineinragt, wodurch die zur Vergasung nötige Er-hitzung erhalten wird. Dieser Brenner ist daher auch zur Erzeugung von Glühlicht gutverwendbar und das demselben zu Grunde liegende Prinzip hat in der That zur Kon-struktion einer Petroleumglühlampe geführt, welche im Abschnitt über Beleuchtung

in—leg. Füüsfrn der Lünrr Lütte.

beschrieben ist. Dieser Brenner eignet sich aber auch vorzüglich für Hcizzwecke indem mitdemselben eine schwach leuchtende aber sehr heiße Flamme erzeugt wird. Abb. 721 zeigtden Brenner in äußerer Ansicht, während Abb. 722 u. 723 zwei gegeneinander recht-winklig geführte Läugsdurchschnitte darstellen. Das cylindrische Gehäuse besteht ausBlech und ist mit Öffnungen für den Luftzutritt versehen. Unterhalb ist mittels einesQuerstückes durch eine Schraube eiue napfartig geformte Metallscheibe b befestigt. Derobere Rand des Gehäuses ist etwas einwärts gebogen, und auf demselben ist mittelseiner Kappe ein feines Drahtgitter befestigt, durch welches das Gas ausströmt und znrFlamme entzündet wird. Der Vergasungsapparat, welchem aus einem außerhalb be-findlichen, an einem passenden Orte hoch aufgestellten Behälter das Petroleum durch denSchwerdruck mittels eines Rohres zugeführt wird, hat cylindrische Form und ist in seinemvertikal durch die Flamme geführten Teil mit zwei parallelen Kanälen versehen. Amuntern Teile mündet der Vergaser in ein enges horizontales Rohr ä ein, welches an deroberen Seite bei 1 mit einer Öffnung versehen ist, durch welche das Petroleumgas in das