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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Heizung und Ventilation.

721—7rs. Pctrotrrrrndampfbrrmicr, Patent Gerson Brehm,Joseph Roscnthal und Friede. Baitosch in Wien .

magerer Steinkohlen oder Koks in Schachtöfen erzeugt und besteht in der Hauptsache ausleichten, mit schwach leuchtender aber starke Hitze entwickelnder Flamme verbrennendenKohlenwasserstoffen. Bei demselben werden etwa 80°/o des Brennwertes der Kohlen indas Gas übergeführt, wogegen das Steinkohlenleuchtgas nur etwa 20°/o dieses Brenn-wertes enthält, indem nebenher noch etwa 60°/o des Brennwertes der Steinkohlen

als Koks zurückbleiben. DasWassergas dagegen, welchesimJahre 1861 vomJngenieurGillard zur Heizung und Be-leuchtung in Paris zur An-wendung gebracht wurde, wirddadurch erzeugt, daß man»Lt Wasserdampf über glühendenKoks Hinwegströmen läßt, wo-bei dieser sich zersetzt und mitKohlenoxyd vermischt ein starkheizendes aber sehr giftigesGas abgibt. Die Einführungderartiger Gase für Heizzweckestößt aber auf ein großesHindernis, indem dazu beson-dere Gasanstalten neben dengewöhnlichen Leuchtgasanstalten und ebenso besondere Leitungsnetze erforderlich sind, derenAnlage natürlich sehr kostspielig und umständlich ist und welche sich erst vielleicht nachVerlauf von Jahrzehnten rentieren würden, da man die zur Zeit in den Häusern be-nutzten und durch Gewohnheit fest eingebürgerten Heizapparate nicht sofort entfernen wird,

um die Gasheizung allgemeineinzuführen. Daher muß vor-läufig trotz der oben erwähntenÜbelstände das Leuchtgas zurHeizung genügen.

Ein Gasofen besteht imallgemeinen wie jeder andreZimmerofen aus einem Ber-brennnngsraum und aus Ka-nälen oder Röhren zur Aus-nutzung der in den Ver-brennungsgasen oder Abgasenenthaltenen Wärme; jedoch hatman auch Gasöfen konstruiert,in denen hauptsächlich dieStrahlungswärme mittels Re-flektoren nutzbar gemacht wer-den soll. Jeder Gasofen sollmit dem Schornstein verbun-den sein, um die gesundheits-schädlichen Abgase wegzufüh-ren. Nur ausnahmsweise sindGasöfen ohne Schornstein inluftigen Räumen zu benutzen. Bezüglich der Einzeleinrichtnng unterscheidet man Gasöfenmit offenem und Gasöfen mit geschlossenem Verbrennungsraum; ferner unterscheidet manwohl auch noch Gasöfen mit leuchtender Flamme und solche mit nichtleuchtender Flamme,und endlich werden auch noch Gasöfen mit oder ohne Abführung der Verbrennungsgaseoder Abgase unterschieden, über deren Anwendung das Bezügliche schon bemerkt worden ist.

724 u. 72S. Prtrolenmöfrn.