Die Einzelheizung. Gasöfen.
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Aus gesundheitlichen Rücksichten, sowie mit Bezug auf die Sicherheit des Betriebes sindGasöfen mit geschlossenem Verbrennungsraume, mit leuchtender Flamme und mit Ab-führung der Verbrennungsgase zur Zimmerheizung besonders gut geeignet. Ofen andrerKonstruktion sind der Gesundheit und selbst dem Leben gefährlich, weshalb deren Auf-stellung in Wohnräumen, Schulen u. s. w., wo sich Menschen längere Zeit aufhalten,überhaupt nicht gestattet werden sollte. Ein Gasofen muß aber außerdem noch diefolgenden Bedingungen erfüllen: möglichst vollständige Verbrennung des Gases und Aus-nutzung der dadurch erzeugten Wärme; leichte Reinigung des Heizkörpers; möglichst senk-rechte Heizflächen zur Vermeidung von Staubablagerungen; möglichst wenige und leichtabzudichtende Fugen; möglichst große Aufspeicherung von Wärme und infolgedessen gleich-mäßige Wärmeabgabe, sowie län-gere Andauer der Heizwirkung nachAuslöschen der Flammen; möglichsteVerhütung von Explosionen; Ver-meidung von stark Wärme aus-strahlenden Flächen.
Bei guten Gasöfen haben dieseBedingungen insgesamt mehr oderminder Berücksichtigung gefunden,insbesondere sind dieselben aber beider Konstruktion der Gasöfen desEisenwerkes Kaiserslautern alsmaßgebend erachtet worden.
Abb. 726 u. 727 zeigen einensolchen Ofen in zwei rechtwinkeligzu einander liegenden senkrechtenDurchschnitten. Das Gas strömtaus der Gasleitung durch den miteinem Anzündhähnchen k versehenenHahn b nach dem Brennerrohr i. Diezur Verbrennung nötige Luft wirddurch den Borwärmekanal v in starkerhitztem und gut verteiltem Zu-stande der Verbrennungskammerzugeführt, mischt sich daselbst mitdem aus dem Rohr i ausströmendenLeuchtgase und bewirkt so eine sehrvollständige Verbrennung. Durchdie geschützte Zuführung der Ver-brennungsluft ivird ein vollkommenruhiges Brennen erzielt, und dasAnstreten zufälliger Windstöße übtkeinen nachteiligen Einfluß auf denOfen aus. Die erzeugten Ver-brennungsprodukte steigen in den
beiden Kammern in die Höhe, vereinigen sich oben und entweichen durch das Rauchrohr inden Schornstein. Die Kammern sind aus Wellblech hergestellt, wodurch die Heizfläche vergrößertivird und der Ofen eine große Steifigkeit erhält. An der Verbrcnnungskammer befindet sichüber dem Brennerrohr i ein Schaufenster n, durch welches man die Flamme beobachten kann.Die Verbrennung erfolgt mit leuchtender Flamme, weil diese ein größeres Strahlungsvermögenbesitzt und daher auch mehr Warme in die Umgebung aussendet, als die entleuchtete, d. h. dieaus einem Gemisch von Leuchtgas und Luft gebildete Flamme. Ferner gestattet aber auch dieleuchtende Flamme eine genaue Beobachtung der Wirksamkeit des Ofens. Die Verbrennnngs-produkte geben auf dem bereits bezeichneten Wege ihre Wärme teils an die von ihnen bestrichenenMetallwände, teils aber auch an die im Ofen angebrachten, aus Thonmasse bestehenden Wärme-sammler 'W ab. Um die durch den Kanal v einströmende Verbrennungsluft regeln zu könnenund um nach dem Auslöschen der Glasflammen eine allzu rasche Abkühlung/innerhalb der Heiz-kammern infolge der durchströmenden Luft zu verhüten, ist mit dem Absperrhahn l> ein Schieber sderartig verbunden, daß beim Öffnen des Hahnes lr auch der Schieber s sich öffnet, und um-gekehrt beim Schließen des Hahnes lr auch der Schieber s sich schließt und somit die Luft ab-sperrt. Hierdurch wird erreicht, daß nur die zur Verbrennung nötige Luftmenge zugeführt und