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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Fabrikation der Schwefelsäure. Z79

selbst weiter. Die Überlegung lehrt, daß, da das Metall zu Oxyd verbrennt, der Bedarfan Sauerstoff hier ein größerer ist, als in den ehemaligen Schwefelbrennöfen, daßinfolgedessen aus diesen Öfen sehr viel mehr Stickstoff mit dem schwefligsauren Gas indie Kammern kommt als ehemals. Zur Ausgleichung hat man die Kammersystemedeshalb bedeutend vergrößern müssen.

Die Rückstände aus den Pyritöfen sindalso Eisenoxyd. Ursprünglich wurde diesals wertlos weggeworfen. Auch das hatsich, namentlich durch folgenden Umstand,völlig geändert. Es gibt nämlich viele kupfer-haltige Pyrite, und bei dem hohen Wertedes Kupfers kam es bald dahin, daß mandie speziell in Spanien in größten Massenvorkommenden kupferhaltigen Pyrite in denSchwefelsänrefabriken an Stelle der ein-heimischen verarbeitete. Überall, wohin diesebillig verfrachtet werden können, benutztman sie, so daß z. B. in England englischePyrite kaum noch Verwendung finden, weildie nachherige Kupferextraktion aus demEisenoxyd, aus den Pyritabbränden wie mandas nennt, sehr lohnend ist.

Hat man das Kupfer extrahiert, so hinterbleibt dann Eisenoxyd, welches an dieHochöfen verkauft wird, die aus ihm das Eisen ausschmelzen. Unsere deutschen Pyrite,wie sie z. B. in Schlesien , wo mit ihnen spanische Erze der hohen Fracht wegen nichtkonkurrieren können, verarbeitet werden, sind kupferfrei, enthalten aber in jener Gegendleider etwas Zink. Dieser Zinkgehalt macht nämlich ihre nachherige Verwertung imHochofen fast unmög-lich, und trotz vielerdarauf bezüglicher Pa-tente ist bisher kein ge-nügend billiges Ver-fahren, das sie zu ent-zinken gestattete, auf-gefunden worden.

Wie in der chemi-schen Industrie fort-während neue Problemeauftauchen, und in wel-cher Weise sie ihrer Lö-sung zugeführt werden,dafür sei uns hier dieEntkupferung der spa-nischen Kiesabbrände s?s. V-sintrgr-ltor.

ein Beispiel.

Die Rückstände speziell der Rio-Tintokiese, wie sie nach ihrem spanischen Heimats-ort heißen, und welches die meist benutzten sind, enthalten, wenn sie die Kiesöfen verlassen,etwa 77°/g Eisenoxyd, 4°/g Schwefeleisen, nicht ganz 3 °/g Kupferoxyd und noch nicht2 °/g Schwefelkupfer. Sie werden aufs feinste gemahlen, z. B. mit Hilfe von Desinte-gratoren, wobei man ihnen gleichzeitig 10—15°/o Kochsalz, also Chlornatrium, zusetzt.Das Gemisch wird sodann im Flammofen calciniert, wobei etwa 75 «/o des vorhandenenKupfers in Wasser lösliches Kupferchlorid übergeht, während der Rest nunmehr in Salz-säure löslich ist. Das calcinierte Material kommt sodann noch heiß in Auslaugekästenwit falschem Boden, die von ihm etwa 1000 fassen, wo es mit einer schwachen, von

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374. Uerardrrturig der Schwefelkiese aufschweflige Säure.

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