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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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382 Chemische Industrie: Alkalien und Säuren.

Springen derselben sehr selten vor. Man sieht, daß es sehr wohl möglich ist, aus diesemWege große Mengen Schwefelsäure in Glasgefäßen zu konzentrieren.

Sehr bemerkenswert ist ferner, daß es in neuerer Zeit gar gelungen ist, die Retortenzu einer Art von Batterie zu vereinigen. An eine jede von ihnen sind zu dem Zwecke imflaschenförmigen Teil zwei Tubulusse angeblasen. Durch den einen Tubulus wird schwacheSäure vermittelst eines Glasrohres bis auf den Boden der Retorte geleitet, der zweiteTubulus, der sich am oberen Rande der Flüssigkeit befindet, leitet den Inhalt dieser Retortevermittelst Glasrohrs wiederum auf den Boden der nächsten, und so geht es durch sechzehnRetorten fort. Bei passender Feuerung läuft dann aus der sechzehnten die Säure in dergewünschten Stärke ab. Die Leistung einer solchen Batterie ist, da alles Füllen und Leerender Retorten sich mechanisch besorgt, eine ganz erstaunliche. Sie liefert von Montag

Morgen bis Sonn abendMittag — in Englandhören dieFabriken schonSonnabend Mittag mitder Arbeit auf — etwa46 000 lex konzentrierteSäure und braucht zuihrer Bedienung nureinen Mann und einenHandlanger.

Wir kommen nun zurKonzentration inPlatingefäßen.

Daß die Schwefel-säure beim Eindampfenin Bleigesäßen in derHitze schon reichlicherBlei löst, ist für vieleZwecke unbedenklich, fürmanche aber doch stö-rend. Sobald sie aberso weit konzentriert ist,daß sie anfangen würde,Schwefelsäuredämpfeauszugeben, muß siealso weiter, wenn keineGlasgefäße benutztwer-den,in einem Destillier-apparat aus Platin,weil dies Metall allein ihr genügend widersteht, konzentriert werden. Wie ein solcherhinter den Bleipfannen eingeschaltet wird, sehen wir auf Abb. 376. Man hat sich selbst-verständlich die größte Mühe gegeben, um am teuren Platin zu sparen — Platin kostetevor einigen Jahren an 2500 Mk. das Kilogramm, jetzt mag es sich wieder auf 1600 Mk.stellen — die Apparate so zu konzentrieren, daß sie bei minimalstem Platingebrauch einemöglichst hohe Leistung haben, und noch fortwährend tauchen Verbesserungsvorschläge fürihre Form auf. Auch sind jetzt innen vergoldete Platinapparate im Gebrauch.

Wir geben in unserer Abbildung einen Konzentrationsapparat nebst Kühler wieder,wie ihn jetzt die Platin-Affinerie von G. Siebert in Hanau liefert. Der wellenförmigeBoden der Blase hat den Zweck, die Heizfläche zu vergrößern. Bei ^ findet die Füllungdes Apparates statt, während durch L die Schwefelsäure nach ihrer Konzentrierung ab-gelassen wird. Durch das Platinkühlrohr im kupfernen Mantel, zwischen welchen Kühl-wasser zirkuliert, wird die während der Konzentration übergehende verdünnte Schwefel-säure kondensiert. Anfangs besteht sie aus Wasser mit wenig Säure, sobald aber die

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Schwefetflinre-Kanxentratiansapparat mit wellenförmigem Andenvon G. Siebe« in Hanan.

S7S. grtm and Kühtrrchr des Apparates.