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Fabrikation der Soda nach Lcblanc.
waren in der Regel 4—5 na lang und —2 in weit. Der Gang der Arbeit in ihnenwar der, daß das Salz durch die Eintragthür ll in die Pfanne L gebracht wurde undhier die erste, sodann im Ofen L am offenen Feuer eine weitere Bearbeitung erhielt.War die Pfanne mit einer Ladung von mehreren Zentnern Salz beschickt und die Eintrag-thür dicht geschloffen, so ließ man von oben durch bleierne Trichter das nötige QuantumSchwefelsäure hinzulaufen. Die Zersetzung begann durch die Hitze von unten unterstütztsofort, und die reichlich auftretenden Dämpfe von salzsaurem Gas entwichen, da siekeinen anderen Ausweg fanden, durch die steingutene Röhrenleitung § und gelangten aufdiesem Wege in eine Reihe oder Doppelreihe von ebenfalls steingutenen Verdichtungs-ballons, deren jeder zwischen 300—400 1 Wasser faßte. Die Zahl dieser Ballons konnte30, 40 und mehr betragen, und in ihnen löste sich das salzsaure Gas im Wasser auf.Anders gestalteten sich die Verhältnisse inzwischen in dem Ofenraum L. In der Pfanne Lnämlich war die Masse anfangs flüssig, da etwa gleiche Gewichtsteile Salz und Säureeingetragen wurden. Allmählich wurde die Masse aber durch das Entweichen vonWasser- und Säuredämpfen dick, und dann war es Zeit, ihr eine verstärkte Hitze ange-deihen zu lassen. Die seitlichen Arbeitsthüren und der Schieber der Mittelwand wurdengeöffnet und die Salzmasse von L nach L hinübergekrückt. Hier erfuhr sie, während inL! eine neue Beschickung in Arbeit genommen wurde, die unmittelbare Einwirkung des
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Feuers, die Zersetzung vollendete sich, und es wurde noch eine ziemliche Menge Salz-säure ausgetrieben, bis endlich die Masse sich zusammenballte und zu einem harten festenKörper austrocknete. Diese ist jetzt das calcinierte Glaubersalz oder wasserfreie schwefel-saure Natron (Sulfat). Man öffnete eine Fallthür in der Herdsohle und krückte das Salzunmittelbar in einen untergeschobenen eisernen Karren, der es seinem weiteren Schicksalzuführte. Die Salzsäuredämpfe aber, welche aus dem Flammofen entwichen, gingen eben-falls durch eine Reihe tiefer stehender, im Bilde nicht angedeuteter Verdichtungsgefäße;ihre Auflösung im Wasser erfolgte schwieriger, weil sie durch die begleitenden Ver-brennungsgase behindert war. Schließlich ging alles gasförmige, was aus der oberenund unteren Verdichtnngsreihe übrig geblieben war, in den hohen Schornstein, der durchkräftigen Zug die Dinge im Gange erhielt.
Die Schwierigkeit gerade der vollständigen Absorption des mit den Verbrennungs-gasen gemischten Salzsäuregases hat allmählich zur Verdrängung dieser älteren Kon-struktion geführt. An ihre Stelle ist eine Ofeneinrichtung getreten, bei der auch der zweiteTeil der Zersetzung nicht im Flammofen direkt, sondern ebenfalls in einer aus säure-festen Steinen erbauten Muffel, also einem ringsumschlossenen Raum vorgenommen wird,aus der nun das salzsaure Gas für sich entweicht, während die Feuergase auch ihn vonaußen umspülen und erhitzen, so daß sie sich dem salzsauren Gas nicht beimischen.
^ ist eine gußeiserne Schale, sogenannte Sulfatschale von etwa 2,?s in Durchmesserund 0,s2 m Tiefe, über der ein aus säurefesten Steinen hergestelltes Gewölbe angebrachtist, von dem aus die Rohrleitung L das salzsaure Gas ableitet. Das Einfüllen des Koch-salzes und der Schwefelsäure erfolgt durch die Thür o. Ist die Einwirkung beider auf-