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Fabrikation der Soda nach Leblanc.
Verunreinigungen getrennt. Es soll möglichst erschöpfend und doch mit möglichst wenigWasser erfolgen, weshalb man die Lange mehrere Filtrierkästen der Reihe nach Passierenläßt, so daß sie aus jedem etwas aufnimmt und schließlich vom letzten so konzentriertabläuft, daß sie zum Abdampfen reif ist. Ehemals diente dazu folgende Einrichtung: Aufeiner stufenförmigen Unterlage (s. Abb. 389) steht eine Reihe großer eiserner Behälter,die mit warmem Wasser beschickt und durch Dampfrohre warm erhalten werden. Heber-artige Verbindungsrohre leiten die Flüssigkeit abwärts aus einem Kasten in den anderen;sie sind so eingerichtet, daß sie die Lauge, die sie an der Oberfläche des einen Kastensentleeren, in der Nähe des Bodens vom nächsten, höher stehenden entnehmen müssen.Kleinere Blechkästen, die siebartig durchlöchert sind und die gepulverte Schmelzmasse enthalten,sind der Reihe nach an Traghölzern in die Behälter eingehängt und reichen etwa bisauf deren halbe Tiefe hinunter. Denken wir uns nun die Auslaugung im Gange —und sie wurde wenigstens acht Tage lang unausgesetzt erhalten — so werden wir in allenBehältern Lauge finden, und zwar im obersten die schwächste, weil frisches Wasser nurhier zugeleitet wird. Von hier ausgeht die Flüssigkeit allmählich durchalle Behälter, kommt mit sämtlichendarin hängenden Sieben in Be-rührung und fließt aus dem letztenals gesättigte Lösung ab. DieSiebe machen ihrerseits ebenfallseinen Weg, aber dem der Laugeentgegengesetzt. Nach je 4—5 Stun-den werden sie nämlich umgehängt,so daß jedes um einen Kasten weiterrückt. Damit wird unten, in derstärksten Lauge, ein Platz leer, undhierher kommt ein Sieb mit neuerBeschickung, aus welchem die schonziemlich gesättigteFlüssigkeit immer-hin noch etwas aufzunehmen ver-mag. Dagegen wird das zu oberstüberflüssig gewordene Sieb ent-fernt, und sein Inhalt erweist sich,wenn die Anzahl der Bottiche ge-nügend groß ist, jetzt als völligausgelaugt.
Wenn auch auf diesem Wegeein völliges Auslaugen der Sodaschmelze zu erzielen ist, so ist es doch mit dem Übel-stande behaftet, daß die auszulaugenden Schmelzmassen fortwährend transportiertwerden müssen, und das ist ein Fehler, der bei den hohen Arbeitslöhnen der Gegen-wart und den niedrigen Preisen des fertigen Produktes zum Verlassen dieser Methodegeführt hat.
Man bedient sich jetzt zum Auslaugen der Einrichtung, wie sie von Shanks, nachanderen von Buff zuerst angegeben worden ist. Eine Reihe von vier oder auch mehrKästen ist mit einem falschen Boden versehen. Sie sind etwa 2,6 in lang und breit und2 m tief. Die Rohsoda wird in sie in ziemlich großen Stücken hineingeworfen und mitWasser übergössen. Alle Behälter stehen durch Rohrleitungen so miteinander in Ver-bindung, daß bei weiterem Zufluß von Wasser der flüssige Inhalt des betreffendenKastens in den nächsten gedrückt wird. So bewirkt jedes erneute Übergießen mit Wasserein nochmaliges Auslangen und Fortdrücken der bereits entstandenen Lauge auf wenigerausgelaugtes Material. Da nämlich alle Kästen gleichmäßig miteinander verbunden sind,kann jeder durch Hahnumstellung der erste und auch der letzte werden, so daß die Roh-soda in dem Kasten, in welchem sie liegt, ohne allen Transport bis zur völligen Er-such der Erfind. VII. SO
gss. Altere Nnslaugcuorrichtuns.
WUW
sso. Neuere „rethodilche Nusluugrvorrichtiing.