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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Elektrolytische Methoden. 425

sie als solche gewinnbar, kommen aber z. B. Kalium oder Natrium zur Abscheidung, sowerden diese, da sie in Gegenwart von Wasser doch nicht existieren können, auch amnegativen Pol der elektrolytisierten Flüssigkeit chemische Umsetzungen bewirken. Wendenwir uns nun wieder z. B. zur Elektrolyse einer geschmolzenen Verbindung, sagen wireines so einfachen Salzes, wie es das Kochsalz, das Chlornatrium Na 01, ist, so zerfälltdieses unter der Wirkung des Stromes in Chlor 01 und Natrium Na, alles weitereberuht auf der rein chemischen Reaktion dieser abgeschiedenen Elemente auf ihre Umgebung.Die Ausnutzung all der damit gegebenen Möglichkeiten erklärt die Vielseitigkeit derElektrochemie, die wir hier natürlich näher nur in ihren Beziehungen zur Industrie derAlkalien erörtern können, ohne deswegen auf die sehr bequeme Gelegenheit, in Kürze auchdie Gewinnung des Magnesiums und Aluminiums kennen zu lernen, verzichten zu wollen.

Von der bedeutenden Anzahl von Verfahren zur Gewinnung des metallischenNatriums sei hier das Castnersche genauer wiedergegeben, nach dem jetzt sehr großeQuantitäten hergestellt werden, die z. B. ihre Verwendung im Cyannatriumverfahren(s. S. 348) finden. Die Methode geht nicht vom Kochsalz, sondern vom Ätznatron aus, weildessen Verarbeitung sich leichter gestaltet. Die negative Elektrode, an der das Natrium sichausscheiden soll, geht durch denBoden in das Gefäß in welchemgeschmolzenes Ätznatron sich be-findet. Nur sein oberer Teil ^wird durch die herumgeführte Gas-feuerung L im Schmelzen erhal-ten, während im verengten, tieferliegenden Teile L das Ätznatronerstarrt, so daß es die nötige Ab-dichtung der Elektrode bewirkt. Diezweite Elektrode § liegt um dienegative Elektrode kranzförmigherum. Damit nun während derElektrolyse die durch diese ent-stehenden Stoffe nicht aufeinandereinwirken können, ist es nötig, dieLeiden Pole durch eine für Elektri-zität durchgängige Scheidewanddurch ein Diaphragma zu trennen.

Als solches dient hier das Metallgitter N. Der Zerfall des Ätznatrons geht unter demEinfluß des Stromes so vor sich

,NaON -- Na fi- N -k 0

Ätznatron — Natrium -i- Wasserstoff fi- Sauerstoff

am negativen Pol am positiven Pol

Natrium und Wasserstoff, welches letztere durch den Deckel entweichen kann, sammelnsich in I), während der Sauerstoff durch die Öffnung bei N ins Freie abgeleitet wird.Das Natriummetall wird aus v direkt ausgeschöpft.

Auf dieselbe Art kann man vom Ätzkali ausgehend das Metall Kalium darstellen,und in ganz ähnlicher Weise gewinnt man das Metall Magnesium aus dem Carnallit.Carnallit ist ein Doppelsalz von Chlormagnesium und Chlorkalium (Ll^OIz -si LOI),welches sich als für diesen Zweck besonders geeignet erwiesen hat und sich reichlich inStaßfurt findet.

In weit größerer Menge als das Magnesium wird das Aluminium hergestellt undverwendet, sein Oxyd, die Thonerde HZOg, kennen wir vom Aläun her. In der außer-ordentlich hohen Temperatur des elektrischen Flammbogens kann es geschmolzen werden,und hierbei wird es gleichzeitig durch die Elektrizität in seine Bestandteile zerlegt.

0, -- Lch 3 0

Thonerde — Aluminium -I- Sauerstoff.

41 b. Apparat zur Natrimilgeminnang mittels Elektrolysenach Castner.

Buch der Erfind. VII.

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