Darstellung der Salpetersäure.
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4SL. Katprtttsmlrrkonilriisatioil.
Prozeß selbst beschleunigt. Die so gewonnene Salpetersäure war aber infolge der Ver-unreinigung durch niedrigere Stickstoff-Sauerstoffverbindung und durch Chlorverbindungen(dem unreinen Salpeter entstammend)gelb gefärbt und für viele Verwen-dungen untauglich. Zur Entfernungdieser Beimengungen mußte sie her-nach erwärmt und Luft durch sie durch-geblasen werden, welche diese Verbin-dungen mit fortführt.
Durch einen von der chemischenFabrik Griesheim konstruierten Kon-densationsapparat wurde dann dieMöglichkeit geschaffen, in einer Opera-tion ein hinreichend reines Produktherzustellen. Bei ihm gelangen dieSalpetersäuredämpfe in einen Rück-flußkühler, also einen so aufgestelltenKühler, daß die Dämpfe von unten inihn eintreten. Indem man nun das Wasser im Kühlfaß etwa 80° warm hält, wird inihm wohl die Salpetersäure kondensiert, aber die oben erwähnten nebenbei entstehendenVerbindungen werdendurch ihn durchgehen.
Die aus dem Kühlerentweichenden Gase ge-langen sodann, um sienutzbar zu verwerten,in einen Kondensa-tionsturm.
Einen weiteren Fort-schritt machte Gutt-mann, indem er demKondensationsapparat,der nebenstehend abge-bildet ist, Röhrenformgab und gleichzeitig zurFortschaffnng der Ver-unreinigungen mittelseines Injektors Lustdurch den Apparat trieb.
Kirchhof modifiziertedann auf der chemischenFabrik Hermannia inSchönebeck dieses Sy-stem dadurch, daß er dasaus der Retorte, in wel-cher die Zersetzung desSalpeters durch Schwe-felsäure erfolgt, tretendeGas zunächst durch ein
eigenartig konstruiertes, mit Luftsaugestntzen versehenes Rohrstück führt, durch das unterVoraussetzung des genügenden Schornsteinzuges die nötige Luft dem Apparat ohne In-jektor zugeführt werden kann, sowie dadurch, daß er spezielle Vorkehrungen trifft, die esermöglichen, die einzelnen Destillate, je nach ihrer Reinheit und ihrem Stärkegrade ge-sondert, an verschiedenen Stellen des Apparates aufzufangen. Sowohl das Griesheimer ,
433. Kondensation der Salpetersäure nach Guttmann.