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Fabrikation des Schießpulvers.
Salpetersaures Kali.99,8124
Feuchtigkeit. 0 , 122 s „
Salpetersaures Natron.0,v2o? „
Salpetersäure Magnesia .... 0,0093 „
Salpetersaurer Kalk. 0,ooos „
Chlornatrium. 0,oiS4 „
Unlöslicher Rückstand.0,0210 „
100,oouo"/o
Den Schwefel kaufen die Fabriken stets in Form von sizilianischem Stangenschwefel.Dieser ist so gut wie chemisch rein. Es ist das bequemer, als Schwefelblumen durch Aus-waschen (s. S. 366) absolut von den ihnen anhaftenden Spuren von schwefliger Säurezu befreien.
Der Stangenschwefel wurde früher zwischen den Steinen einer Mühle gepulvert unddas Pulver durch ein seidenes Sieb gebeutelt. Hernach ist man zu Kugelmühlen über-gegangen (Abb. 434 u. 435). In Frankreich sind deren Cylinder z. B. 1 in lang und habenden gleichen Durchmesser. Vermittelst der dicht schließenden Einsatzthüren a a bringt manin sie etwa 150 kleine Bronzekugcln und 40—50 üg Schwefel. Hierauf läßt manvermittelst des Antriebes ^ den Apparat etwa sechs Stunden rotieren, der den Schwefelwährend dieser Zeit in ein zartes Pulver verwandelt. Um ihn aus den Cylindern wieder
436 u. 437. AoOverkahiriny mit direktem Feuer.
MUMM
herauszubringen, ersetzt man sodann die Thüren durch Siebe, durch welche er bei erneutemDrehen in das unten stehende Gefäß U fällt. Auch er wird hernach durch Seide gebeutelt.Den dritten Bestandteil des Pulvers, die Kohle, bereiten die Fabriken auch heute nochsich stets selbst und zwar durch Verkohlung von Holz. Dies muß immer ein Weichholzsein, doch wechselt die Art je nach den Ländern, indem man sich deren Baumwuchs an-passen muß. In Deutschland dienen hauptsächlich die dünneren Äste des Faulbaums(küainnus krangula), der Weide (Lalix) und der Erle (Hirns §1utinosa), aber auch dieder Pappel, der Espe u. s. w.; ähnliche Hölzer benutzt man in Frankreich , während inSpanien Oleander hinzukommt und man in Italien nur Hanfstengel oder derenScheben verwendet. Alles zur Verkohlung kommende Holz wird entrindet, und manbenutzt am liebsten Zweige von etwa 2,s onr Stärke, weshalb stärkere Holzstücke ge-spalten werden.
Da die Verkohlung des Holzes in Meilern ein viel zu ungleiches und durch Sand undähnliches verunreinigtes Material geben würde, als daß sie in Frage kommen könnte, gingman schon früh zu einer Verkohlung in Kesseln über. Diese hatten halbkugelförmige Gestalt,bei 10z m Durchmesser, und waren ins Erdreich eingegraben. Nachdem man etwas Holzin ihnen entzündet hatte, warf man sie schließlich mit weiteren Mengen voll und bedecktesie mit Platten, in denen sich Öffnungen befanden, aus denen die flüchtigen Produkte ent-weichen konnten. 20 »/g vom Gewichte des Holzes etwa blieben an Kohle zurück, doch
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