Fabrikation des Schießpulvers.
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Heutzutage aber wird der angefeuchtete Pulversatz mechanisch meist in einer 26 inmstarken Schicht auf ein Tuch ohne Ende gebracht, welches zwischen zwei Walzen, wie wires in der Abbildung sehen, durchpassiert, von denen die obere aus Holz, die untere ausBronze ist. Der Kuchen hat nach dem Passieren der Walzen eine Stärke von 6,s inm undist sehr hart, da diese mit einem Druck bis zu 25 000 gegeneinander gepreßt werden.
Dieses Verdichten des Satzes istfür die Güte des Pulvers von großerWichtigkeit. Je mehr es hierbei zu-sammengepreßt worden ist, um so mehrwirksame Bestandteile befinden sich her-nach in einem möglichst kleinen Raume,um so mehr Gas wird in diesem beiseiner Explosion entwickelt werden.
Der Pulverkuchen wird nunmehrentweder zwischen geriffelten, gegenein-ander sich bewegenden Walzen zu Kör-nern zerbrochen, oder er kommt in eineKörnmaschine, als welche zumeist dievon Lefebvre dient. Diese besteht auseinem starken horizontal aufgehängtenRahmen von Holz, auf welchem 10 bis12 hölzerne Gefäße befestigt sind. Jedesdieser Gefäße hat mehrere durchlöcherteBöden. Der obere Boden ist aus einemfeinfaserigen harten Holz oder auch vonMessingblech, der zweite aus Draht-geflecht, der dritte aus Haartuchund der letzte endlich aus hartemHolz. Der Rahmen wird durcheine Vertikalwelle mit Krumm-zapfen in rotierende Bewegunggesetzt und macht74Umdrehungenin der Minute. Das Füllen derGefäße geschieht durch den Ein-schütttrichter mit dem daran hän-genden Tuchschlanch. Die aufdem obersten Boden eines jedenGefäßes befindliche Körnscheibeaus dem harten Holz mit Blei-einguß zerschlägt die Pulverstückeund treibt sie durch die Löcherdes Obersiebes auf das zweiteoder Mittelsieb; was auf diesemliegen bleibt, ist das ehemaligeKanonenpulver. Die feinerenKörner fallen auf das dritte oderStaubsieb. Dort bleibt das Gewehrpulver liegen, und nur der Staub fällt auf den Bodendes Gefäßes. Aus den verschiedenen Abteilungen der Gefäße führen Schläuche nach untenaufgestellten Kästen, in welchen sich die Pulverkörner und der Staub gesondert sammeln.
Das vom Körnen kommende Pulver hat noch keine regelmäßige Gestalt, welche ihmerst durch das Polieren verliehen werden kann; für dieses ist es aber noch zu feucht, undso wird es auf langen Tischen in luftigen Holzhäusern getrocknet. Ist das Trocknen ge-nügend fortgeschritten, so findet eine vorläufige Sortierung der Körner dadurch statt, daßman sie auf einen Siebsatz, dessen Abteilungen verschieden große Löcher haben, wirft und
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