521
Die Phosphate als Düngemittel: Überführung in Superphosphate.
zugeführt wird. Je nach dessen Beschaffenheit setzt man nun eine oder beide Schalen inDrehung, um das Mahlgut zu zerkleinern, das die Mühle durch den Spalt ci verläßt.
Bei allen älteren Konstruktionen besteht der Mühlenkörper aus einem Stücke, andem geeignete Einfüll- und Ausleervorrichtungen angebracht sind. Wie sich diese neuesteKonstruktion bewährenwird, muß die Zeit lehren.
Das Ausschließen desseingemahlenen Phospha-tes erfolgte bis in die acht-ziger Jahre zumeist so, daßman gemauerte Gruben inder Fabrik hatte, in welchedie abgewogene oder ab-gemesseneMengeSchwefel-säurehineingegeben wurde,worauf Arbeiter die ent-sprechende Menge Phos-phat hineinschaufelten. Dieanfangs dünnflüssige Masse wurde so lange gerührt, bis sie hierfür zu dick wurde. DerÜbergang aus dem einen in den anderen Zustand beruht darauf, daß das mit der Schwefel-säure in die Mischung gebrachte Wasser von den entstehenden Verbindungen wie dem Gipsin Form von Krystallwasser gebunden wird, sozusagen in den festen Zustand übergeht.
Die Schwefel-säure für diese Fabri-kation stellen sichheutzutage Wohl alleSuperphosphatfabri-ken selbst her, da siebei ihrer Größe billi-ger zu ihr kommen,als wollten sie sie wiedie ehemaligen kleine-ren Betriebe kaufen.
Dazu fällt bei dieserFabrikation die Not-wendigkeit, die Kam-mersäure ss. S. 382)zu konzentrieren, fort,indem diese, die durch-schnittlich67°/o8z804
enthält, zum Aus-schließen genügt. Ar-beitet die Schwefel-süureanlage mit einem
Gloverturm (s. S. 376), so hat die betreffende Fabrik sogar Schwefelsäure mit einemGehalt von etwa 80°/y ohne besondere Verdampfungskosten zur Verfügung, welche selbstfür nasses Rohmaterial hinreicht.
Mit dem Eintragen des Phosphats in die Schwefelsäure beginnt sogleich eineheftige Reaktion, es tritt sehr bedeutende Erwärmung ein, die das Ausschließen natürlichauf das günstigste unterstützt, zumal sie bis zu 120° ansteigen kann.
Heute schließt man alles Phosphat statt in Gruben in Maschinen auf. Die Maschinen,wie sie Brinck und Hübner liefern, arbeiten periodisch und sind gewöhnlich für die Aus-nahme von 250 Phosphatmehl und 250 Schwefelsäure berechnet. Die Auf-schließmaschine ü, auf Abb. 179 besteht im wesentlichen aus einem gußeisernen Bottich,
Buch der Erfind. VII. 66
48S. Unordnung der UusschUetzmaschinr nach Arinrk K Minier.
482. PatentkngelmiMe nach Lichncrt.